Karlsruhe (dpa/tmn) - Blattläuse gibt es nicht nur an Rosen oder am Apfelbaum. Auch Thujahecken können von den Schädlingen befallen werden.

Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg in Karlsruhe berichtet von zwei Arten, Cinara cupressi und Cinara cupressivora, die erhebliche Schäden an den immergrünen Sträuchern und Hecken anrichten können. Sie kommen auch am Wacholder, Mammutbaum sowie einigen Zypressen vor.

Woran ist der Befall erkennbar?

Bei einem Befall werden im Inneren der Pflanze die Nadeln und Triebe gelb- bis rötlich-braun. Später fallen die Nadeln bei Wind oder Berührungen ab. Es kann dann sein, dass auch die ganze Pflanze befallen ist. Außerdem findet sich ein schwarzer Belag auf den befallenen Stellen - der Rußtaupilz. Dieser siedelt sich auf den Ausscheidungen der Läuse an.

Was kann man dagegen tun?

Pflanzenschutzmittel lassen sich nur dann einsetzen, wenn die Läuse noch nicht auch den Boden um die Thujen bezogen haben. Dorthin ziehen sie sich im Sommer zurück, um der Hitze zu entgehen. Ölpräparate lohnen sich im Herbst sowie im Frühjahr, um überwinternde Eier abzutöten.

Ansonsten lässt sich der Befall nur eindämmen, indem man die Pflanzen stärkt. Regnet es etwa nicht ausreichend, sollte man die Thujen mindestens zwei Jahre lang nach der Pflanzung regelmäßig gießen. Schnitte sind ebenfalls sinnvoll. Und Leimringe fangen die in den Boden wandernden Läuse im Sommer ab.

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