Von der Kiwi gibt es inzwischen Sorten, die speziell auch für unser Klima gezüchtet wurden. Dazu gehören die großfrüchtigen Kiwis und ebenso als kleinere Schwestern die Arguta-Kiwis. Sie stammen aus nördlicheren Gebieten Asiens, halten gut bis unter minus 20 Grad Frost aus und sind auch nicht so windempfindlich.

Zum Anbau der großfrüchtigen Sorten eignen sich sonnige, warme Südwände, wo die Pflanzen an Klettergerüsten wachsen. Arguta-Kiwis benötigen nicht so einen geschützten Standort und können ähnlich wie Himbeeren an Drähten zwischen zwei Stützpfählen gezogen werden.

Eine gute Pflanzzeit ist im Herbst oder im Frühjahr Ende Mai bis Anfang Juni. Nach einer Herbstpflanzung wird der Boden etwas angehäufelt und der Trieb mit Laub über Winter geschützt.

Während altes Holz bei uns in der Regel frosthart genug ist, reagieren die Neutriebe hingegen auf Spätfröste im Mai äußerst empfindlich. Es empfiehlt sich in diesen Fällen eine nächtliche Abdeckung mit Vliesen oder ähnlichen Materialien. Kiwis mögen eine leicht lehmige Erde, die etwas sauer sein sollte, ein pH-Wert zwischen 5 und 6 ist ideal.

Natürlich eignen sich Kiwis auch als Kübelobst. Pro Pflanze empfiehlt sich ein Topf von gut 25 Litern. In die Erde steckt man reihum vier etwa zwei Meter hohe Bambusstangen, die im Abstand von einem halben Meter mit Draht umwickelt werden. So lassen sich selbst auf dem Balkon oder der Terrasse Kiwis aus eigener Zucht ernten.

Entscheidend für einen guten Ertrag der großfrüchtigen Kiwis sind die richtige Erziehung und der Schnitt. Im ersten Jahr werden die Haupttriebe senkrecht nach oben gezogen und die Seitentriebe horizontal gebunden. Im zweiten Jahr bilden die Seitentriebe erneut Seitentriebe, die im August auf zwei Augen zurückgeschnitten werden. Im dritten Jahr entwickeln sich aus diesen beiden Augen Seitentriebe dritten Grades mit Blüten und Früchten. Diese fruchtenden Triebe werden im August fünf bis sieben Zentimeter hinter der letzten Frucht eingekürzt, damit alle Kraft in die Fruchtbildung geht. Nach der Ernte werden die Frucht tragenden Triebe wieder auf zwei Augen zurückgeschnitten.

Die Pflege von Arguta-Kiwis ist wesentlich einfacher. Die lianenartigen Triebe werden hochgebunden, im Laufe der Jahre wird nur zu eng stehendes oder abgetragenes Holz entfernt.

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