Selten haben sich Gartenbesitzer so auf den Beginn der Saison gefreut wie in diesem Jahr. Endlich raus, frische Luft und Sonne genießen – und den Garten auf Vordermann bringen! Der hat nach dem erneut trockenen Sommer des letzten Jahres Zuwendung auch dringend nötig. Besonders der Rasen bereitet vielen Gartenfreunden Kopfzerbrechen. Moos, kahle Stellen, Rasenfilz und kümmerlicher Wuchs – von saftig grünem Traumrasen ist noch nichts zu sehen. Also heißt es: Säen, mähen, düngen, wässern und vielleicht sogar vertikutieren. Je nach Zustand von Rasenpflanzen und Boden genügt ein gezieltes Pflegeprogramm, in einigen Fällen muss allerdings gründlich saniert werden. Wie wintermüder Rasen fit für den Sommer wird, welche Hilfsmittel und Geräte dabei unterstützen, dazu beraten Gartenexpertinnen und -experten in der Sprechzeit.

Außer Moos nichts los?

Ganz oben auf der Liste der Rasenprobleme steht der Moosbefall. Der Grund: Moos kommt mit wenig Nährstoffen aus, wächst auch auf verdichteten, nassen Böden und gedeiht selbst an schattigen Stellen. Da haben die anspruchsvolleren Rasenpflanzen schlechte Karten. Damit sich der Rasen gegen das Moos durchsetzen kann, braucht er Unterstützung. Dabei genügt es nicht, das Moos einfach nur zu entfernen. Um den Rasen nachhaltig zu stärken, müssen die Bodenbedingungen verbessert werden: Nährstoffgehalt, Bodendichte und Bodenleben sind Faktoren, die sich durch gezielte Maßnahmen wie das Ausbringen von Dünger, Bodenverbesserer, Kalk oder Sand beeinflussen lassen. Voraussetzung ist, den Boden genau zu begutachten, unter Umständen durch eine Bodenanalyse. Die Verbesserung der Bodenqualität hilft nicht nur gegen Moss, sondern beseitigt viele weitere Rasenprobleme wie lückenhaften Wuchs, Staunässe, Trockenschäden oder Vergilbung.

Säen, mähen, düngen – und vertikutieren?

Die Zahl der Tätigkeiten, die zu einer perfekten Rasenpflege gehören, ist überschaubar, doch die Reihenfolge und der richtige Zeitpunkt geben vielen noch immer Rätsel auf. Erst mähen, dann düngen? Vorher einen Bodenverbesserer einsetzen? Wann soll ich kalken? Und wann soll ich – wenn überhaupt – vertikutieren? Auch hier hängt das richtige Vorgehen von der Bodenbeschaffenheit ab, aber auch das Wetter beeinflusst das Pflegeprogramm. Nicht selten sind Rasenprobleme auf mangelnde Geduld zurückzuführen. So wird oft zu früh und zu kurz gemäht, obwohl die zarten Rasenpflänzchen noch Zeit zum Wachsen brauchen. Zeit spielt auch eine Rolle, wenn es um den Abstand zwischen den Pflegemaßnahmen geht. Wer alles in einem Arbeitsgang erledigen will, muss mit Misserfolgen rechnen.

Den Rasen stressfest machen

Hitzerekorde, anhaltende Trockenphasen, dann wieder Starkregen und Gewitter – unser Wetter ist zunehmend von Extremen geprägt. Für die Pflanzenwelt bedeuten die Klimaveränderungen eine große Belastung. Rasenflächen, im Grunde nichts anderes als Monokulturen, müssen besonders geschützt werden. Ist der Rasen ohnehin nicht gesund, können ihm anhaltende Trockenheit und Hitze den Rest geben. Mit einer Reihe von Maßnahmen lässt sich die Widerstandskraft des Rasens jedoch so verbessern, dass er Stressphasen gesund übersteht. Neben der Bodenqualität kommt dabei dem Wässern und Mähen eine besondere Bedeutung zu. Moderne Bewässerungssysteme nutzen nicht nur jeden Tropfen des kostbaren Nass bestmöglich, sie sorgen auch für eine bedarfsgerechte Durchfeuchtung des Bodens. Und nicht zuletzt trägt auch die richtige Mähtechnik zum Schutz des Rasens bei: Man sollte lieber öfter nur um wenige Millimeter kürzen und den Rasenschnitt als Dünger nutzen, anstatt selten, aber radikal zu mähen.

Mit Expertentipps zum saftig grünen Traumrasen

Wie werde ich Moos nachhaltig los? Woran erkenne ich, ob die Bodenqualität in Ordnung ist? Vertikutieren – ja oder nein? Wie kann ich meinen Rasen grundsanieren? Was hilft bei Hitzeschäden? Wie wässere ich sparsam und effektiv? Wie setze ich einen Mähroboter richtig ein? Alle Fragen rund ums Thema Rasenpflege beantworten die Expertinnen und Experten in der Sprechzeit:

•Sabine Klingelhöfer; Gartenbauingenieurin, W. Neudorff GmbH KG, Emmerthal

•Ingo Schlieder; Gärtnermeister Fachrichtung Baumschule und selbstständiger „Gartendoktor“, Mettmann

•Frank Leger; Experte für Bewässerungsplanung, Gardena GmbH, Ulm

•Dieke van Dieken; Diplom-Ingenieur (FH) und Redakteur bei MEIN SCHÖNER GARTEN für alle Themen rund um die Gartenpraxis

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