Bonn (dpa/tmn) - Überzieht im Frühjahr ein weißer Belag die Sträucher der Stachelbeere, Jostabeere oder Johannisbeere, kann der Hobbygärtner erst mal nichts tun.

Der Befall mit dem Pilz namens Amerikanischer Stachelbeermehltau lässt sich erst im Winter wieder gut bekämpfen. Darauf weist die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hin.

Der weiße, mehlige Belag sitzt zunächst an den Triebspitzen und Blättern. Später sind auch die Früchte betroffen, die sich erst mehlig-weiß verfärben, dann braun werden. Sie können nicht verwertet werden.

Da die Pilze an den Triebspitzen und auch in den bereits angelegten Knospen überwintern, muss man hier ansetzen. Man schneidet die Triebe im nächsten Winter um etwa ein Drittel zurück. Ein leichter Rückschnitt kurz nach dem Austrieb sei auch sinnvoll, so die Landwirtschaftskammer.

Tritt die Krankheit häufiger an einem Strauch auf, kann zusätzlich ein Präparat mit Netzschwefel aus dem Gartenfachhandel versprüht werden. Es sollte schon mit Beginn des Austriebs verteilt werden, damit dem Ausbruch des Mehltaus im Frühjahr vorgebeugt wird.

Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg in Karlsruhe weist darauf hin, dass die Sorten unterschiedlich empfindlich auf Schwefel reagieren können. Das sollte man beachten. Außerdem maximal sechs Anwendungen durchführen mit Wartezeiten von jeweils sieben Tagen.

Wer neu Sträucher setzt, dem empfiehlt das Technologiezentrum die Sorten 'Rokula', 'Rixanta', 'Remarka', 'Invicta' der Stachelbeeren, und 'Titania' und 'Ometa' der Schwarzen Johannisbeere. Laut Landwirtschaftskammer NRW ist die Rote Johannisbeere selten vom Mehltau befallen.

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