Edewecht „Garten ist bei uns an der Schule ein großes Thema“, erzählt Maren Poppinga. Die Förderschullehrerin berichtet, dass es bereits 1993 einen kleinen Schulgarten gegeben habe. Seit 1994 unterrichtet sie an der ALS und das grüne Klassenzimmer hat eine wichtige Position im Unterricht. Bedingt durch die Lage der Gartenparzellen auf dem Schulgelände gibt es eine Einteilung in drei Bereiche: Schulgarten, Sinnesgarten und Mensagarten.

Lehrgarten als grünes Klassenzimmer

Derzeit sind etwa 25 Schülerinnen und Schüler aus dem Bereich Geistige Entwicklung ab Klasse sieben und aufwärts in verschiedenen Unterrichtsprojekten im Garten. „Im Unterricht der vorberuflichen Bildung der Sparte Gartenbau, in Naturwissenschaft, Biologie und Sachunterricht und in Arbeitsgemeinschaften lernen die Schülerinnen und Schüler praxisorientiert, wie man einen Garten pflegt und gestaltet. Sie planen, bauen, pflastern, säen, ernten und verarbeiten Gemüse und Obst“, beschreibt Maren Poppinga den gesamten Kreislauf. Darüber hinaus haben die Mädchen und Jungen beispielsweise Hochbeete, die besonders für Rollstuhlfahrer oder körperlich eingeschränkte Schüler geeignet sind, selber gebaut, auch Wege gepflastert, Vogelfutterhäuser aus altem Holz angefertigt, Obstbäume beschnitten: „Auch die Nistkästen werden im Winter von den Schülern gesäubert“: Die Förderschullehrerin macht mit dieser Aufzählung deutlich, dass der Schulgarten ganzjährig ein Unterrichtsfach ist. Die ALS, die 2003 als Umweltschule in Europa ausgezeichnet wurde und seitdem den Titel trägt, arbeitet im Bereich Schulgarten eng mit dem Umweltbildungszentrum Ammerland zusammen.

Rundgang durch den Schulgarten

Lena, Vasile, Jesse, Jonas und die anderen Schülerinnen und Schüler aus dem Wahlpflichtkurs von Maren Poppinga und der pädagogischen Mitarbeiterin Anika Treustädt haben viel Freude an dem Gartenprojekt. „Im Rahmen einer Projektwoche haben wir einen – in der Region ganz besonderen – Schulgarten-Lehrpfad erstellt“, erzählt die Lehrerin. Eingeteilt in 14 verschiedene Stationen – unter anderem Obstbaumwiese, Raupenbeet, Bauerngarten, Kräuterspirale – informieren in jedem Bereich Schilder in Wort und Bild über die Thematik. „So können sich sowohl lesende als auch nichtlesende Schüler ein Bild von den 14 Stationen des Schulgartens verschaffen.“ Die Tafeln wurden damals zum Teil von den Mädchen und Jungen selbst gestaltet. „Den Druck hat die Firma Güko-Druck gesponsert und die Metallschilder wurden im Berufsbildungszentrum (BBV) der Gesellschaft für paritätische Soziale Dienste in Edewecht gefertigt, in deren Werkstatt ehemalige Schüler arbeiten.“

Eine Besonderheit ist der Teich, der ebenfalls in einem Projekt 2006 unter Anleitung des Naturschutzbundes (NAJU) angelegt wurde und seitdem gehegt und gepflegt wird. Die Wasserbewohner werden im Unterricht erforscht.

Mensagarten fördert Klimaschutz

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Die ALS Edewecht möchte mit dem Schulgarten den Kindern die Vielfältigkeit des Gartenbaus näherbringen und auch vermitteln, dass Schulgärten ökologisch wertvolle Biotope sind, die vielen Pflanzen- und Tierarten Lebensraum bieten. „Außerdem wird durch den Anbau von regionalem Gemüse und Obst gezeigt, dass diese Produkte bei uns wachsen und nicht von weit herkommen. Wir verarbeiten das angebaute Obst und Gemüse in unserer Küche und verkaufen auch Produkte oder Pflanzen im Kollegium oder beim Tag der offenen Tür.“ Jedes Klassenzimmer im Bereich der Geistigen Entwicklung hat eine Einbauküche.

www.als-edewecht.de

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