Oftmals zeigt sich bei der Waldrebe ein Welken und Absterben der Triebe; diesen Verlauf nennt man Clematiskrankheit. Ursachen dieser Erscheinung liegen größtenteils im physiologischen Bereich, schwere, undurchlässige Böden sind ein häufiger Grund. Besonders anfällig für diesen Krankheitskomplex zeigen sich veredelte großblütige Hybriden wie zum Beispiel Clematis jackmannii.

Auf Grund der physiologischen Störungen siedeln sich in der Folge verschiedene Pilzarten als Schwächeparasiten an. Eine Spritzung ist fehl am Platz, da sie nicht dem Grund auf die Spur geht. Die Wahl widerstandsfähiger Sorten, wie alle Wildsorten der Waldrebe, eine tiefe Pflanzung mindestens 50 Zentimeter von der Wand entfernt möglichst im Herbst, eine ausreichende Entwässerung des Untergrundes und gute Bodenlockerung sind Voraussetzungen für einen guten Wuchs.

Zu bedenken ist auch, dass die Clematis als Waldpflanze gern einen bedeckten Fuß wünscht. Ein kleiner immergrüner Strauch sorgt zum Beispiel für eine ganzjährige Beschattung.

Zum vorbeugenden Schutz werden im Herbst und im zeitigen Frühjahr Boden und Pflanzen mit Schachtelhalmbrühe gespritzt. Empfehlenswert ist es, dass abfallende Laub der alten Clematispflanze zu entfernen, damit Folgeinfektionen im nächsten Jahr ausgeschlossen werden.

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