Blütenreich und prächtig?
Was Chrysanthemen zur Blüte brauchen

Chrysanthemen erblühen im Spätsommer und Herbst im Garten und auf dem Balkon im Topf. Wer sie noch nicht bei sich zu Hause hat, kann noch zugreifen.

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Die so reichblühenden Chrysanthemen können instabil werden. Die Stauden werden daher am besten abgestützt. Foto: Andrea WarneckeBild: dpa-infocom GmbH
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Damit auch die spät erblühenden Sorten noch prächtig gedeihen, sollte man sie an einen nicht exponierten Standort setzen. Foto: Marion NickigBild: dpa-infocom GmbH
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Bereits blühende Chrysanthemen lassen sich auch jetzt noch setzen, aber sie werden vermutlich nicht auf Dauer erhalten bleiben. Ihre Wurzeln können sich nicht mehr ausreichend verzweigen, bevor der Winter kommt. Foto: Franziska GabbertBild: dpa-infocom GmbH
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Chrysanthemen reagieren empfindlich auf Staunässe. Lehmige Böden müsen daher aufgelockert werden. Foto: Andrea WarneckeBild: dpa-infocom GmbH
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Borken (dpa/tmn) - Chrysanthemen kennt jeder. Das sind diese wunderschönen Blüten, die den Sommer und die blütenreiche Zeit im Garten scheinbar nicht loslassen wollen und bis weit in den November hineintragen. Auch bei jedem Floristen findet man die farbenfrohen Blüten daher im Spätsommer und Herbst.

Sie halten sich sogar gut und gerne drei Wochen in der Vase, erklärt Jürgen von den Driesch, Gärtnermeister in Isselburg-Anholt (NRW). Wenn die Pflanzen gerade nicht so prachtvoll blühen wie sie sollten, kann das zum Beispiel am Standort liegen. Was Hobbygärtner dafür wissen müssen:

Wenn ich jetzt noch Chrysanthemen will, kann ich sie noch pflanzen?

Damit Chrysanthemen prächtig erblühen, sollte man sie im Frühjahr pflanzen. Wer bereits blühende Exemplare kauft, wird diese kaum lange im Beet halten können. Denn die Stauden können bis zum Winter nicht mehr ihre Wurzeln ausreichend ausbreiten und sind daher anfällig für winterliche Trockenheit und Frost.

Meine Chrysanthemen werden nicht prächtig, woran kann das liegen?

Etwa am Standort. Chrysanthemen reagieren empfindlich auf Staunässe, erläutert Staudengärtnerin und Gartenberaterin Ulla Hannecke aus Düsseldorf. Ihr Rat: "Lehmige Böden verbessert man mit Humusgaben in Form von Komposterde." Das sollte man regelmäßig im Frühling machen, damit die Stauden gut versorgt in die neue Saison starten. Denn: "Chrysanthemen sind Nährstofffresser", so Hannecke. Auch ein gewisser Kalkanteil im Boden sei gut. Damit die sehr spät erblühenden Sorten noch gut gedeihen, sollte man vor allem sie an einen nicht exponierten Standort setzen. "Der Schutz von einer Mauer oder einem Gebäude ist ideal", so die Gärtnermeisterin.

Wo wirken die Pflanzen aus gestalterischer Sicht gut?

An einem Platz zwischen den Beetstauden und am Gehölzrand zum Beispiel. Für Hannecke ist die Nähe zu einem Blutahorn ideal, weil sich die farbenfrohen Chrysanthemen hier gemeinsam mit der Herbstfärbung der Blätter hervortun. Der Pflanzabstand sollte aber nicht zu knapp bemessen werden. "Meist legen sich die Stängel leicht nach vorne über, und wenn man zwischen den einzelnen Exemplaren 40 bis 50 Zentimeter frei lässt, können sie sich gut entwickeln", rät die Staudengärtnerin.

Meine Chrysanthemen sind umgekippt. Wie kann ich das vermeiden?

"Wenn die Stauden im Hochsommer drohen umzukippen, kann man sie mit Reisig abstützen", empfiehlt Hannecke. Alternativ kann man die Pflanzen im Frühsommer etwas zurückschneiden, was letztlich zu einem stabileren Wuchs der krautigen Büsche führt.

Ich suche eine besonders spät blühende Chrysantheme für die Lücken im Beet im Herbst. Welche eignet sich?

Die Sortenvielfalt der winterharten Chrysanthemen ist groß. Beachten sollte man aber beim Kauf die großen Unterschiede in der Robustheit, vor allem bei den spätblühenden Sorten. 'Apollo' ist eine ungefüllte, orangefarbene Sorte, die die Staudengärtnerin Hannecke genauso empfiehlt, wie die violett blühende Sorte 'Hebe'. Die späten Sorten 'Weiße Nebelrose' und 'Granatapfel' brauchen unbedingt den erwähnten geschützten Standort, um ihre späte Pracht entfalten zu können.

Daneben gibt es für den Herbst Topf-Chrysanthemen im Handel. Gärtnermeister Jürgen von den Driesch empfiehlt, die Pflanzen dann zu kaufen, wenn sie noch möglichst viele Knospen haben. "Dann hat man länger Spaß und Freude, wenn die Knospen sich nacheinander öffnen." Ein bisschen Farbe sollten die Knospen allerdings schon zeigen, damit man sicher sein kann, dass sie sich überhaupt öffnen, so sein Tipp.

Wie pflege ich Topf-Chrysanthemen?

An wichtigsten sind regelmäßige Wassergaben. "Die Topf-Chrysanthemen dürfen nicht trocken werden", betont von den Driesch. Das ist insofern wichtig, da man im regenreicheren Herbst häufig nicht an das regelmäßige Gießen denkt. Aber wenn die Blätter und Blüten erst einmal schlapp geworden sind, halten sich die Pflanzen nicht mehr so gut. Der Gärtnermeister rät außerdem, die verblühten Hauptknospen frühzeitig auszuknipsen. "So können sich die darunter heranreifenden Nebenknospen ungestört und prachtvoll entwickeln."

Wann schneidet man die ganze Staude im Beet ab?

Erst am Ausgang des Winters sollten die Büsche der Chrysanthemen zurückgeschnitten werden", erklärt Hannecke. So bildet das Astgerüst noch einen Winterschutz für den Wurzelstock. "Wenn die Stauden von unten wieder durchtreiben, ist der Zeitpunkt für den Schnitt ideal.

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