Ein Campingurlaub ist nicht jedermanns Sache. Aber wer in diesem Sommer eine Nacht im eigenen Garten verbringt, liegt damit – im wahrsten Sinne des Wortes – voll im Trend. „Daybeds, bequeme Liegen und Hängematten können ohne viel Aufwand zum Schlafen im Freien genutzt werden“, sagt Frank A. Reinhardt aus Köln, der als Trendexperte im Bereich Wohnen und Einrichten unter anderem für die Gartenmesse spoga+gafa aktiv ist.

Auch alte Trampoline lassen sich mit Vorhängen, Kissen und Decken in ein bequemes, federndes Lager verwandeln. „Halb offen, halb geschlossen gegen neugierige Blicke wird das Trampolin zu einem individuellen Rückzugspunkt für Kinder und Teenager – für einen Tag, einen Abend, eine Nacht oder sogar einen ganzen Sommer.“

Zweites Wohnzimmer: Hauptsache schick!

Der Trend, den Außenbereich als zweites Wohnzimmer zu nutzen, ist auch in dieser Saison ungebrochen. „Mittlerweile hat der Top-Trend Gemütlichkeit auch den Balkon erreicht“, sagt Frank A. Reinhardt. Innovative Textilien, die kaum noch durch lange Sonneneinstrahlung ausbleichen und auch mal eine Nacht im Regen aushalten, sorgten für mehr Stofflichkeit. Auch Outdoor-Teppiche für die Terrasse seien angesagt.

Ob Sofas, Sessel, Stühle oder Tische für drinnen oder draußen gedacht sind – das sehe man den Möbeln inzwischen kaum noch an, meint der Trendforscher. Beide Wohnraumtypen beeinflussten sich gegenseitig. „Die Formgebung orientiert sich nicht mehr an klassischen Terrassen-Möbeln, sondern an dem, was im Wohnzimmer steht: Hauptsache schick.“

Möbelensembles laden zu Tischgesprächen an niedrigen Couchtischen und mal filigranen, mal robusten Esstischen ein. Outdoor-Küchen verführen zum geselligen Kochen, loungige Sitzecken mit weichen Kissen zum relaxten Ausklingen des Tages. „08/15-Plastikstühle und Wachstuchdecken werden immer seltener. Städter lieben Design und echte Materialien wie Holz und Metall“, so Frank A. Reinhardt.

Helle Farben: strahlend und knallig

Ein knalliges Gelb gehört für ihn zu den Trendfarben des Sommers: „Gelb verbreitet Optimismus und gute Laune – und das haben wir derzeit nötiger denn je.“ Der satte Farbton bietet ein fröhliches Zusammenspiel mit einem himmlischen Blau und frischem Grasgrün. „In Kombination mit grauen Outdoor-Möbeln ergibt Gelb eine schöne Kontrastwirkung – und so kommt auch endlich wieder Farbe in den Outdoor-Bereich“, so der Trendforscher.

Aber auch eine andere Farbe schiebt sich als Trend in den Vordergrund: Weiß – strahlend, kühl oder im Shabbychic. Im Innenbereich ist es schon lange ein minimalistischer Klassiker, im Außenbereich war es bislang als zu empfindlich verpönt. „Inzwischen gibt es viele qualitativ hochwertige Lacke und Kunststoffe, die die Farbe zum Strahlen bringen“, so Frank A. Reinhardt. Als Basisfarbe ist Weiß aus seiner Sicht genauso vielfältig kombinierbar wie Grau, wirke dabei aber leichter und falle stärker ins Auge.

Wer die hellen Farben miteinander kombiniert, liegt aber nicht nur im Trend. Helle Gartenmöbel heizen sich in der Sonne nicht so schnell auf und erlauben es, die Sommertage lang und ausgiebig zu genießen. Zum perfekten Schutz gehört natürlich ein Sonnensegel oder ein Sonnenschirm.

Mehr Komfort: Push-up-System

Wem das Aufspannen eines Sonnenschirms zu mühselig ist, dem empfiehlt Frank A. Reinhardt Sonnenschirme mit Push-up-Systemen. Und auch das Produktangebot an ergonomischen Produkten wie leicht zu handhabenden Liegestühlen und Klappmöbeln sowie smarter Technologie wird seiner Ansicht nach in den kommenden Jahren weiter zunehmen – besonders im Komfortbereich.

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