Garrel Als sich die Sternsinger am Samstag eine halbe Stunde vor Beginn der Vorabendmesse aufstellten, um gemeinsam in die Kirche einzuziehen, atmeten Daniela Meyer, Stefanie Piontek und Kerstin Meyer ein erstes Mal tief durch. Vorher hatte es ein großes Gewusel im Saal des Johanneshauses gegeben, denn etwa 150 Sternsinger mussten eingekleidet werden. Wochen und Tage vorher wurden die Gewänder geprüft, notfalls geändert oder geflickt.

Nicht nur die Vorbereitung der Gewänder war eine große Herausforderung für die drei Frauen, sondern auch die Suche nach den Sternsingern. Schließlich sind es 46 Gruppen geworden, mal gingen die Sternsinger zu dritt, mal zu viert. Erstmals fand die Aussendungsfeier in der Vorabendmesse statt, weil es in der Pfarrkirche kein Hochamt (mehr) gibt.

Pfarrer Paul Horst segnete die Kinder und die Kreide, mit der die Kinder den Gruß „20+C+M+B+20“ an die Türen schrieben und so die Segenswünsche der Gemeinde überbrachten. Dadurch gäben sie den Bewohnern ein Zeichen dafür, dass Gott alle Menschen liebe, sagte der Pfarrer.

Die Verlegung auf den Vorabend fand die Zustimmung der Organisatoren und der Begleiter der Sternsinger. Die einzelnen Gruppen besuchen durchschnittlich 50 und mehr Haushalte. Darum zogen die Sternsinger am Sonntag schon ab 10 Uhr durch die Gemeinde. Neben Süßigkeiten gaben die Bewohner auch Spenden, die in diesem Jahr für Kinder im Libanon bestimmt sind. Das Leitwort dieses Jahres lautete „Segen bringen, Segen sein. Frieden! Im Libanon und weltweit!“

Bundesweit beteiligen sich die Sternsinger an der Aktion Dreikönigssingen. 1959 war das Gründungsjahr. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Es machen sich Kinder für Kinder in Not auf den Weg. 1,14 Milliarden Euro sammelten die Sternsinger bislang, 74 400 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa wurden in dieser Zeit unterstützt. Die Aktion wird getragen vom Kindermissionswerk.

In der Pfarrei Sankt Johannes Baptist waren die Sternsinger in allen Kirchdörfern unterwegs. In Nikolausdorf schlossen sich die Mädchen und Jungen der offiziellen Aktion an, in Beverbruch wird für Pater Wiese in Indonesien gesammelt. Einen eigenen Weg gehen die Falkenberger. Hier machen sich erwachsene Sternsinger auf den Weg. Die Spenden werden für ein Gemeinschaftsessen aller Dorfbewohner verwendet.

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