GANDERKESEE Schon Stunden vor dem großen Ansturm ziehen Faschingsfreunde durch den Ort. Diesmal holt die Prinzessin den Prinzen ab. Zum Umzug wird mit bis zu 50 000 Gästen gerechnet.

Von Karsten Kolloge GANDERKESEE - Wilfried Heyer hat die Wettervorhersagen genauestens studiert. „Sonne, ein bisschen Wolken, trocken, über null Grad, nachlassender Wind“ seien angekündigt, freut sich der Chef der Männergarde. Beste Voraussetzungen also für das Spektakel, das Ganderkesee am heutigen Sonnabend in Atem hält: Um 14 Uhr beginnt im Ortskern der Faschingsumzug um den Ring. 45 000 bis 50 000 Schaulustige werden erwartet.

Früh am Morgen, also Stunden vor dem großen Ansturm der Gäste, wird die Feier der Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV) eingeläutet. Traditionell ziehen Garden, Musiker und Exprinzenpaare zu den Majestäten. Diesmal allerdings wird der Zeitplan geändert: Ausnahmsweise wird die Prinzessin (Kerstin I. Werres) den Prinzen (Peter II. Abel) in Habbrügge abholen (und nicht umgekehrt), denn dadurch kann mittags in großer Runde in der neuen Halle von Forellen Abel geschmaust und gefeiert werden. Damit Prinzessin und Ehrendamen ihre Kleider schonen, werden Kalle Meyer und Günter Schulenberg mit Oldtimern in Habbrügge vorfahren.

Im Ort Ganderkesee laufen währenddessen die Vorbereitungen nach festem Zeitplan: Ab 7 Uhr werden mit Trassierbändern Parkplätze abgesperrt, ab 9 Uhr die Absperrgitter verteilt, später die Zufahrtstraßen ausgeschildert, Kassen aufgestellt. Ab 11.30 Uhr ist der Ortskern komplett gesperrt. Obwohl Routinier, verspürt Umzugsleiter Klaus Meyer jedes Mal wieder eine innere Unruhe: „Man hat immer das Gefühl, irgend etwas vergessen zu haben“, sagt er und lacht vergnügt.

Um 14 Uhr geht‘s dann los: Bürgermeister Gerold Sprung überlässt den Narren den Gemeindeschlüssel – und das ist zugleich der Startschuss für das kunterbunte Spektakel rund um den Ring. 114 Gruppen mit 3200 Aktiven gehen diesmal auf den knapp drei Kilometer langen Rundkurs. „Rave-Opas“, Sambaschüler und „Ackergäule“ tanzen dann auf der Straße, „Unglaubliche“, „Spätzünder“ und „Bebende Kegel“ stecken mit guter Laune an.

Ob es dann zwei oder fünf Grad warm ist, sei eigentlich egal, findet GGV-Pressesprecherin Birgit Oetken. Denn dann komme es auf die „gefühlte Temperatur“ an – und die liege während der Faschingsumzugs „bei 25 Grad“.

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