Ganderkesee Das Deutsche Rote Kreuz möchte in Ganderkesee stärker wahrgenommen werden. Nachdem die Organisation Anfang 2017 den hauptamtlichen Rettungsdienst für die Gemeinden Ganderkesee und Hude an die Malteser abtreten musste, beschränkt sich das Wirken des DRK-Ortsvereins auf den ehrenamtlichen Bereich. „Umso wichtiger ist es, dass wir diese Arbeit in die Öffentlichkeit transportieren“, sagte der Ortsvereins-Vorsitzende Andreas Strodthoff am Montagabend bei einem Informationsbesuch von Ganderkeseer SPD-Politikern in den Räumen des Roten Kreuzes an der Urneburger Straße.

Dort hat das DRK durchaus einiges vorzuweisen: Fünf Fahrzeuge stehen für die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) bereit, darunter ein gerade erst angeschaffter Krankentransportwagen, der vorher im Rettungsdienst des Landkreises Cloppenburg eingesetzt wurde. Dank dieses vergleichsweise neuen Fahrzeuges konnte das DRK ein mehr als 20 Jahre altes Vorgängermodell ausmustern. Die SEG sei „der Kern der Sanitätsbereitschaft und der Rückhalt für den Rettungsdienst“, erklärte Strodthoff den Besuchern. Es komme gar nicht so selten vor, dass die ehrenamtlichen Rot-Kreuz-Sanitäter die hauptamtlichen Einsatzkräfte unterstützen müssten, sagte der Vorsitzende – zuletzt bei den heftigen Überschwemmungen in Kirchhatten am 10. Juni. „Auch bei einem Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten kommt der Rettungsdienst an seine Grenzen“, sagte Strodt­hoff.

30 Sanitäter umfasst das Bereitschaftsteam des Roten Kreuzes in Ganderkesee, „spätestens 15 Minuten nach der Alarmierung müssen sie ausrücken können“, erklärte Strodthoff. „Das ist eine Herausforderung, aber wir gehören zu den ganz schnellen Bereitschaften und sind auch tagsüber gut aufgestellt.“ Während die Ehrenamtlichen bei Rettungseinsätzen nur rund zwei- bis fünfmal im Jahr gefordert sind, gehören die Sanitätsdienste bei Sport- und Freizeitveranstaltungen zur regelmäßigen Praxis: „Wir haben fast jedes Wochenende ein bis zwei Dienste“, berichtete Strodthoff. Diese bringen auch Geld in die Kasse.

Im Sanitäts- und Rettungsdienst sieht sich das Rote Kreuz in Ganderkesee gut aufgestellt, räumlich jedoch fühlt es sich stark eingeschränkt. Zwar verfügt der Ortsverein im Obergeschoss der ehemaligen Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ), wo auch die Malteser-Rettungswache stationiert ist, über einen großen Ausbildungsraum und einen zusätzlichen, kleineren Jugendraum – doch hier fehlen Toiletten und Sanitärräume.

Geplant ist deshalb, möglichst noch in diesem Jahr den Jugendraum in den Keller zu verlagern, wo die alte FTZ-Atemschutz-Übungsstrecke entsprechend umgebaut werden kann. In einem zweiten Schritt sollen dann sanitäre Anlagen im bisherigen Jugendraum im ersten Stock geschaffen werden. Außerdem möchte das DRK einen Treppenlift einbauen, damit die Räume auch barrierefrei erreicht werden können. Die Besucher von der SPD signalisierten Unterstützung.

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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