Ganderkesee /Delmenhorst Am Freitag um Punkt 12 Uhr war es soweit: Der neue regionale Radiosender 90.Vier nahm offiziell den Sendebetrieb auf. Das Hauptstudio des Radiosenders, der in der Hand mehrerer Gesellschafter ist, befindet sich auf dem Flugplatz in Ganderkesee. Ein zweites Studio ist in Delmenhorst, drei weitere sollen folgen.

Rund um die Uhr will 90.Vier künftig senden, zu empfangen ist die Station im Internet und über Apps für Smartphones sowie über herkömmliche Radios auf der UKW-Frequenz 90.4.

Zum Sendestart waren nicht nur die Gesellschafter, darunter auch Vertreter der Werbegemeinschaft Gantermarkt, und Mitarbeiter des Senders anwesend, sondern auch Vertreter aus der örtlichen, regionalen und überregionalen Politik. Grußworte hielten unter anderem die Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag (SPD) und Christian Dürr (FDP).

„Wir haben lange darauf hingearbeitet“, freute sich Geschäftsleiter Jürgen Reinhard Grobbin. Die Grundidee für den Sender, der ursprünglich in Oldenburg angesiedelt werden sollte, stammt tatsächlich aus dem Jahr 2014. Auch Andreas Fischer, Direktor der Niedersächsischen Landesmedienanstalt, bestätigte den langen Weg des Senders von der Idee zur Realisierung: „Die Akte dieses Senders ist die dickste aller sieben Regionalsender bei uns.“ Fischer betonte auch, dass es eine „fast geniale Idee“ war, Ganderkesee als Ort für das Hauptstudio zu wählen – und die Werbegemeinschaft Gantermarkt mit an Bord zu holen. Entscheidungen, die auch Rainer Lange, Erster Gemeinderat, begrüßte. „Wir sind froh, dass Sie hier gelandet sind.“

90.Vier deckt über UKW Teile von Bremen, die Stadt Delmenhorst, die Gemeinde Ganderkesee, einen Teil des Landkreises Oldenburg und den nördlichen Teil des Landkreises Diepholz ab. Im Sendegebiet wohnen rund 400 000 Menschen, hieß es. Zum Team um die Geschäftsleiter Grobbin und Dirk Laue gehören Gesellschafter und Programmdirektor Ralf Hohn und Redaktionsleiter sowie Moderator Stephan Korte.

Als Moderatoren sind unter anderem Ex-Touché-Frontmann Martin Scholz, Stefan Thiele (vorher Antenne Pulheim) und Fachjournalist Jörn Krieger tätig. Als „Glücksbringerin“ durfte auch die Delmenhorster Schornsteinfegerin und Kandidatin für den Titel „Miss Handwerk 2019“ Nina Sicher mit auf den Knopf drücken.

Inklusion spielt beim Sender übrigens eine große Rolle: Drei der Moderatoren sind von Geburt an blind, wie Laue erklärte. Entsprechend seien alle Studios barrierefrei.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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