GANDERKESEE Zuvor erhielt der Bürgermeister den Rathausschlüssel zurück. Er lobte die „professionale Arbeit unter ehrenamtlichen Bedingungen“.

Von Markus Minten GANDERKESEE - Schluss, aus und vorbei – die Faschingssession 2005 ging mit der Rückgabe des Rathausschlüssels an Bürgermeister Gerold Sprung gestern unaufhaltsam ihrem Ende entgegen. Damit die Narren aber selbst an Aschermittwoch noch etwas zu lachen hatten, ließ Sprung bei der obligatorischen Begrüßung zum Herings- und Pellkartoffel-Essen diesmal eine Tafel „sprechen“. Vom Prinzenpaar und Ehrendamen über GGV-Präsidium und Vertreter von Polizei, Rotem Kreuz, THW und Feuerwehr bis hin zu Elsbeth Engelbart als Erfinderin der Aschermittwochspeise waren alle zu Grüßenden aufgelistet.

Der Bürgermeister, der letztmals den Rathausschlüssel wieder in Empfang nahm, sparte allerdings auch nicht mit Kritik: „Was habt Ihr eigentlich im Rathaus gemacht?“, wandte er sich an das Noch-Prinzenpaar. „Ihr habt wohl viele Akten gesehen, aber keine angefasst.“ So sei die Akte „Sportschuhe für Fraktionsvorsitzende“ ebenso unbearbeitet geblieben wie die „GGV-Präsidiumssitzung im Freibad“ – „alles unerledigt“, rügte Sprung. Kritik, die Prinzessin Kerstin I. nicht auf sich sitzen ließ: „Dummes Zeug haben wir gemacht“, zog sie Bilanz ihrer Herrschaft über das Rathaus. „Habt Ihr das nicht gesehen. Ihr müsst auch mal in den Ecken gucken.“

Aber auch Lob verteilte der Bürgermeister. Lob für eine Session „mit ganz vielen Höhepunkten“. Lob für „hervorragende Büttenabende, auf denen es für die Delmenhorster knüppeldick kam“. Lob für einen „immer schöneren und farbenprächtigeren Umzug“. Lob für die „Aktiven und Gruppen, die sich immer weiterentwickeln“. Lob vor allem aber für die GGV, „die unter ehrenamtlichen Bedingungen professionelle Arbeit leistet“. Der Fasching, resümierte Sprung, sei d e r Image-, Werbe- und Wirtschaftsträger für die Gemeinde.

Endgültig zu Grabe getragen wurde die fünfte Jahreszeit am Abend an der Dummbäke. Bevor die „Bestatter“ Harald Weihhusen und Horst Rigbers den Sarg mit der Aufschrift „Fasching 2006“ zu Wasser ließen, hielt Prinz Peter, inzwischen in Zivil, eine knappe Grabrede und schloss mit der Hoffnung auf „Wiederauferstehung am 11.11.“

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