Ganderkesee Wenn Ganderkesees Feuerwehr ein Jubiläum feiert, weint der Himmel – das war vor zwei Jahren beim 100. Geburtstag der Ortswehr schon so, und das wiederholte sich am Pfingstsonnabend beim Zeltlager, mit dem die Ganderkeseer Jugendfeuerwehr ihr 25-jähriges Bestehen beging.

Der trübe Himmel führte indes nicht zu trüber Stimmung – weder bei den rund 60 Feuerwehr-Jugendlichen aus Ganderkesee, Falkenburg, Bookholzberg und Schierbrok-Schönemoor, die am Morgen die Zelte hinter der Oberschule am Steinacker bezogen hatten, noch bei den gut 20 Betreuern. Und auch nicht bei den Gästen, die am Vormittag in der Mensa am Steinacker Grußworte und Glückwünsche zum silbernen Jubiläum überbrachten.

Als „eine Erfolgsgeschichte“ bezeichnete Ganderkesees Ortsbrandmeister Rolf Meyer die Jugendfeuerwehr, die 1988 auf Initiative seines Amtsvorgängers Friedrich Rohlfs ins Leben gerufen wurde. Schon damals, so Meyer, hätten die Verantwortlichen erkannt, dass der demografische Wandel den Feuerwehren immer größere Nachwuchsprobleme bescheren würde.

Bald eigener Bereich

Dieser Negativ-Trend konnte gestoppt werden – dafür entstanden neue Probleme: „Die Jugendfeuerwehr wuchs – und das Feuerwehrhaus wurde immer kleiner“, beschrieb Meyer die beengten räumlichen Verhältnisse. Durch den Umzug der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) zur Westtangente werden jedoch an der Urneburger Straße Räume frei. Dort bekomme die Jugendfeuerwehr „ihren eigenen Bereich“, kündigte der Ortsbrandmeister an. Schon nach den Sommerferien solle der Einzug starten.

„Hier lernt Ihr, wie wichtig es ist, sich auf andere verlassen zu können und etwas im Team zu bewegen“, rief Ganderkesees stellvertretende Bürgermeisterin Christel Zießler den Teilnehmern des Zeltlagers zu. Das Engagement in der Jugendfeuerwehr schule die soziale Kompetenz, betonte sie. Das sei „gelebte Demokratie“, ergänzte Gemeindebrandmeister Horst-Dieter Meyer. Er wies darauf hin, dass die Jugendfeuerwehren in Deutschland in diesem Jahr mit dem Deutschen Nationalpreis für ihr ehrenamtliches Engagement und Integrationsarbeit ausgezeichnet würden.

„Voll uncool“ habe sie als Mädchen die Jugendfeuerwehr gefunden, räumte die stellvertretende Kreisjugendwartin Diane Febert ein – drei Jahre später sei sie doch eingetreten und habe schnell ihre Berufung gefunden. Weitere Gratulanten waren Gemeindejugendwart Jürgen Hagestedt und der stellvertretende Ganderkeseer Ortsbrandmeister Stephan Hartmann, der zum 25-jährigen Bestehen einen neuen Wimpel an Jugendfeuerwehrwartin Melanie Meyer überreichte.

Besuch am Sonntag

Hartmann und Melanie Meyer hatten gut zu tun; Sie organisierten den zweitägigen Ablauf des Zeltlagers mit Spielen, Wettbewerben und einer Disco am Sonnabend. Am Sonntagnachmittag schließlich, als zum nunmehr „offenen Zeltlager“ auch interessierte Besucher willkommen waren, ließ sich kurzzeitig auch ein sehnlichst erwarteter Gast blicken: die Sonne!


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Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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