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Corona-Fall in Staatskanzlei Hannover
Ministerpräsident Weil muss in Quarantäne

Frage: Auf Ihrer Asienreise waren Sie unter anderem in Hongkong. Über Paris kehrten sie nach Deutschland zurück. Sind Sie in Sorge wegen der neuartigen Lungenerkrankung?

Busch: Ich war nicht beim Arzt und denke, dass es auch nicht notwendig ist, da ich keinen direkten Kontakt zu Personen in Hongkong hatte. Ich bin auch nicht besorgt, weil ich Handdesinfektionsmittel benutzt habe.

Frage: Wie haben Sie vor Ort den Umgang der Menschen und Behörden mit der Krankheit erlebt?

Busch: Mich hat überrascht, dass das Rote Kreuz aus Frankreich und keine chinesische Behörde alle ankommenden Passagiere mit Flugblättern informiert hat. In meinem Terminal am Flughafen Hongkong wurden keinerlei Hygienemaßnahmen getroffen, wie ich es von Kreuzfahrtschiffen von Norovirus­übungen kenne. Dort muss das Schiffspersonal alle zwei Stunden häufig berührte Flächen desinfizieren. Nirgendwo sah ich Desinfektionsteams. Leider waren sogar teilweise in den Toiletten die Seifenspender leer. Von Behördenseite waren auch keine Maßnahmen zu entdecken. Auch an den Bistros war das nicht anders. Teilweise arbeitete das Personal ohne Mundschutz und Gummihandschuhe, was mich besonders überrascht hat.

Frage: Haben Sie beim Flugpersonal oder bei der Ankunft am Flughafen besondere Maßnahmen bemerkt?

Busch: Die Zahl der Mundschutz tragenden Menschen war nicht wesentlich höher, als ich es von den Asiaten ohnehin gewohnt bin. Allerdings trug das Kabinenpersonal der Air France Mundschutz. Auf dem Flughafen Charles de Gaulle wurden Infozettel verteilt. Von den Passagieren trugen dort so zehn Prozent eine Mundschutzmaske

Frage: Sind wir in Ganderkesee eher zu beruhigt oder wird zu sehr die Seuchen-Panik geschürt?

Busch: Nach meiner Einschätzung wird das Virus und dessen Ausbreitung nicht ernst genug genommen. Durch die hohe Personenfrequenz an den Flughäfen und Berührung von Griffen, Armlehnen und so weiter kann sich das Virus rasend schnell weltweit ausbreiten.

Frage: Achten Sie in der nächsten Zeit verstärkt auf Symptome bei sich?

Busch: Selbstverständlich. Man kann niemals vorsichtig genug sein, auch zum Wohle der Mitmenschen.

Thorsten Konkel Redakteur / Redaktion Ganderkesee
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