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Bookholzberg Wer hätte das gedacht! Nicht nur mit Kleinkaliber und Luftgewehr, auch mit dem Bügeleisen haben die Bookholzberger Schützendamen bereits Meriten erworben. Genauer gesagt: mit dem Setzbügeleisen. Sie nahmen nämlich 1989 bei den 1. Harzer Meisterschaften im Setzbügeleisen-Eisschießen teil – und errangen in einem Feld von 94 Teilnehmern die Siegestrophäe. An den ungewöhnlichen Erfolg erinnerte Schützenverein-Vorsitzender Wilfried Samtleben jetzt bei einer Feierstunde. Der Anlass: Die Damenabteilung wurde 40.

Die Weichen zur Gründung der Abteilung waren bei der Jahreshauptversammlung 1972 gestellt worden – als August Lampe einen entsprechenden Antrag einbrachte. Der Ursprung für diesen Vorstoß allerdings, so betonte Samtleben, liege länger zurück – denn beim SV Bookholzberg sei es seit langem üblich gewesen, dass beim Herbstschießen auch die Partnerinnen der Schützen anlegten. Dabei seien sie auf den Geschmack gekommen.

Als erste Frauen trugen sich Herta Pfeifer und Marianne Ramke in die Mitgliederliste ein. Mittlerweile hätten sich die Damen in der einstigen Männerdomäne fest etabliert – „mit geschultem Auge und sicherer Hand“, wie Samtleben betonte. „Nicht umsonst konnte Inge Hillbrands in 20 Jahren viermal Königin werden, und dies bei fünfjähriger Sperrfrist.“

An „ihrem“ ersten Festumzug nahmen die Damen in eigens dafür angeschafften modernen Dirndln teil. Seit 1974 allerdings tragen auch sie Uniformen.

1973 wurde Inge Hillbrands zur Damensprecherin gewählt, eine Funktion, die sie lange Zeit ausübte. Ein Jahr später legte Anni Raschen als erste Frau im Verein die Schießwartprüfung ab und wurde Damensportleiterin. Aus gesundheitlichen Gründen gab sie dies Amt später ab und wurde von Dörthe Sievers (damals noch Wührdemann) abgelöst.

Als erfreulich stellte Samtleben heraus, dass sich die Abteilung in den vergangenen Jahren habe verstärken können. Ein anderer Trend: Auch das sportliche Schießen sei stärker in den Vordergrund gerückt. „Conny Rüdebusch, unsere amtierende Königin Gisela Frerichs, Heike Köhn und auch Gerlinde Bureck sind als Sportschützinnen auf Bezirks- und Landesebene erfolgreich.“ Auch habe der Verein erstmals eine Bundeskönigin (Gisela Frerichs) vorweisen können.

Samtleben ging in seiner Rede auch auf die geselligen Aktivitäten ein, die in der Abteilung einen hohen Stellenwert hätten. Beispielhaft erinnerte er an Motto-Fahrradtouren, an Ausflüge in die Lüneburger Heide, nach Holland, ins Alte Land – und eben in den Harz.

Für ihre 40-jährige Mitgliedschaft im Schützenverein war bereits im vorigen Jahr Herta Pfeifer geehrt worden. In diesem Jahr folgten Anni Raschen, Erika Hammler, Hanna Hermann, Helma Rüdebusch und Marianne Rais.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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