Bürstel Alfred Ordemann vom Deutz Club und Ute Holschen vom Orts- und Heimatverein Bürstel-Immer zuckten die Schulter. Schwer zu sagen sei, wie viele Besucher die erste gemeinsame Veranstaltung beider Vereinigungen am Sonnabend auf das weitläufige Gelände bei der alten Bürsteler Schule lockte. Vielleicht knapp 500? Sicher ist: Es waren mehr als erwartet. Viel mehr.

Schon der Treckerkorso durch Bürstel und Immer, der der Veranstaltung um 13 Uhr vorweg ging, fand große Resonanz. „Mit 20 Schleppern wäre ich zufrieden gewesen“, meinte Ordemann. Letztlich rollten 45 Traktoren los, auch Freunde alter Landmaschinen aus Friesland oder Huntlosen machten mit.

Nicht so bequem wie in einem Auto, aber „schön war’s“, meinten Marieke und Luisa, beide zehn, die den Rundkurs zusammen mit Luisas Großvater Dieter Osterloh auf einem Deutz D 5005 zurückgelegt hatten. Man müsse sich nur gut festhalten.

„Keine Kabine, keine Servolenkung“, beschrieb Osterloh das Gefährt aus dem Baujahr 1966. „Wenn am Frontlader etwas dranhängt, wird es schwer mit dem Lenken.“ Aber: Der luftgekühlte Schlepper sei robust, allenfalls alle zehn Jahre mal zur Reparatur in die Werkstatt gekommen.

„Von Ergonomie kannte man früher auch noch nicht so viel“, meinte Heiko Alfs beim Betrachten der alten Fahrersitze. Andererseits „hängen auch Emotionen“ an den alten Traktoren, und ein bisschen gehöre der Trecker zur Historie eines Hofs.

Mit einem Fahr-Mähdrescher aus dem Baujahr 1967 war Heiko Brackhahn gekommen. Sein Part: In einer Schauvorführung zeigte er, wie der M66 funktioniert. „Man braucht eben etwas länger“ als mit heutigen großen Maschinen.

Unterdessen fanden die jüngeren Gäste ihre Attraktionen wenige Meter weiter – beim Rundballenrollen, Schubkarrenrennen oder Schminken. Cord Brinkmann und Markus Scheumer sorgten am alten Backofen für Butterkuchen-Nachschub.

Offen ließen Ortsvereinvorsitzende Ute Holschen und Alfred Ordemann, ob es eine Wiederholung dieser Veranstaltung geben wird. Man werde sie sicher nicht jährlich organisieren, sagte Ordemann. „Aber viele haben jetzt gesehen, was alles möglich ist.“


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Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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