Wolfsburg Deftige Niederlage für den VfB: Die durch Verletzungen und im Spiel auch noch durch eine Gelb-Rote Karte personell dezimierten Regionalliga-Fußballer aus Oldenburg haben am frühen Sonntagnachmittag ihr Auswärtsspiel bei Spitzenreiter VfL Wolfsburg II deutlich verloren. Die prominent verstärkte U 23 des Bundesligisten setzte sich gegen das Team von Cheftrainer Alexander Kiene in der kleineren Arena der „Wölfe“ mit 5:0 (1:0) durch. Hier war am Samstag das Spitzenspiel der Frauen-Bundesliga zwischen den VfL-Frauen und Bayern München vor 3245 Zuschauern 1:1 ausgegangen.

Vor deutlich weniger Fans (im Schnitt kommen nur etwa 300 Besucher zu den Wolfsburger U-23-Spielen) sammelten in Sturm-Tank Daniel Ginczek (28, nach Rückenverletzung) und Mittelfeldspieler Xaver Schlager (22, nach Knöchelblessur) zwei Stars aus der ersten Mannschaft Spielpraxis in der Regionalliga.

Vor allem Ginczek drückte dem Spiel auch seinen Stempel auf. Den entscheidenden Akzent in der ersten Halbzeit setzte aber ein weiterer 22-Jähriger mit reichlich Bundesliga-Erfahrung. Elvis Rexhbecaj, der in den beiden vergangenen Spielzeiten schon auf 28 Einsätze in der Eliteklasse gekommen war (in dieser Saison noch keinmal dort aktiv), sorgte in der 23. Minute für das 1:0.

Dabei profitierten die Gastgeber von einer Verletzung von Patrick Posipal. Der defensive Mittelfeldspieler des VfB fasste sich nach einer Grätsche an den Adduktorenbereich des rechten Oberschenkels, blieb aber stehen, statt eine Unterbrechung zu provozieren. Nachdem die Wolfsburger den Ball in der Hälfte der Oldenburger erobert hatten, versuchte Posipal erfolglos, noch humpelnd nachzusetzen. Die Lücke in der Defensive nutzte Rexhbecaj und erzielte aus etwa 18 Metern den Führungstreffer. Nach einer Behandlung kehrte Posipal noch einmal aufs Feld zurück, wurde aber dann gegen Efkan Erdogan ausgewechselt (28. Minute).

Während die „Wölfe“ durch Ismail Azzaoui (33.), der 2015/2016 auch schon zweimal Minuten in der Bundesliga gesammelt, aber dort nicht nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht hatte, sowie Mamoudou Karamoko (40., 45.) weitere gute Chancen nicht nutzte, hätte auf der anderen Seite Enis Bytyqi sein Torkonto speziell in der Endphase der ersten Halbzeit aufstocken können. Zunächst nutzte der VfB-Stürmer zwei Vorlagen von Andrej Startsev nicht zum Ausgleich (39., 43.). Dann scheiterte der 22-Jährige aus spitzem Winkel an Keeper Lino Kasten (44.).

Startsev hatte auf der linken Abwehrseite Dominique Ndure ersetzt, der einer von drei Ausfällen in der VfB-Startelf im Vergleich zum 2:1 vor einer Woche gegen Holstein Kiel II war. Rechts in der Defensive spielte der neu ins Team gerückte Jeffrey Volkmer für Startsev. Zentral verteidigte Fabian Herbst für Kevin Kalinowski, der sich gegen Kiel verletzt hatte. Im Angriff erhielt Pascal Richter von Kiene eine Chance von Beginn an. Kifuta Kiala Makangu nahm zunächst auf der Bank Platz.

In der zweiten Halbzeit versuchte der VfB, die Offensivbemühungen zu forcieren. Innerhalb von rund zehn Minuten hatten Ibrahim Temin, Richter und Pascal Steinwender drei mehr oder weniger gute Möglichkeiten, doch in der 60. Minute nahm das Schicksal seinen Lauf. Startsev, zuvor schon in Halbzeit eins verwarnt, bekam einen Schuss von Ginczek aus kurzer Distanz an die Hand und sah dafür die Ampelkarte. Die Gelbe Karte ist in diesen Fällen vorgeschrieben, doch bei vielen sorgte der Platzverweis für Kopfschütteln.

Den fälligen Elfmeter versenkte Ginczek zum 2:0 (61.) und legte wenig später mit einem schönen Heber auch das 3:0 nach (63.). Ein Schuss von Julian Justvan, bei dem der zuvor starke Dominik Kisiel im VfB-Tor keine ganz gute Figur abgab, schraubte das Ergebnis rasch noch weiter in die Höhe (67.). Der kurz zuvor für Ginczek gekommene Charles-Jesaja Herrmann machte das 5:0 (74.). Einer noch höheren Niederlage entgingen die Oldenburger trotz weiterer hochkarätiger Chancen des Tabellenführers.

VfB Oldenburg: Kisiel - Volkmer, Herbst, Evers, Startsev - Posipal (28. Erdogan), Matern - Steinwender, Temin, Richter (73. Kifuta) - Bytyqi (86. Friedrichs).

Tor: 1:0 Rexhbecaj (23.), 2:0, 3:0 Ginczek (61., Handelfmeter, 63.), 4:0 Justvan (67.), 5:0 Herrmann (74.).

Schiedsrichter: Marius Schlüwe (BSV Hannover-Gleidingen).

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Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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