Bremen /Oldenburg Nach einer schwachen Hinrunde einen echten Sieger bei den Fußballern von Werder Bremen auszumachen, dürfte vielen schwer fallen. Viktor Skripnik hat da allerdings eine klare Meinung: „Ich möchte andere nicht beleidigen, aber Felix ist der Gewinner unserer diesjährigen Transfers“, sagt der Trainer des Fußball-Bundesligisten vor der Partie bei Eintracht Frankfurt an diesem Sonnabend (15.30 Uhr).

Mit Felix meint der Ukrainer seinen Torwart: Felix Wiedwald. Seit dem Abgang von Tim Wiese im Sommer 2012 gab es an der Weser stets Unruhe um die Nummer eins. Sebastian Mielitz, Raphael Wolf oder Richard Strebinger versuchten vergeblich, die Lücke im Tor zu füllen. Wiedwald hat wieder Ruhe und Konstanz zurückgebracht. Der 25-Jährige, in Thedinghausen (Kreis Verden) geboren, scheut sich nicht, auf dem Platz lautstark zu dirigieren, und strahlt Sicherheit aus.

Die reinen Zahlen sprechen allerdings nicht unbedingt für Wiedwald. Mit 30 Treffern hat der Keeper die zweimeisten Gegentore der Liga hinnehmen müssen – gepatzt hat er aber nur einmal in Darmstadt.

An diesem Sonnabend tritt Wiedwald bei seinem Ex-Club an. Von 2013 bis zum Sommer dieses Jahres hütete der 1,90 Meter große Fänger das Gehäuse der Frankfurter. Zwar kam Wiedwald hinter Kevin Trapp (inzwischen Paris St. Germain) nur auf elf Bundesliga-Einsätze, überzeugte in diesen Partien aber derart, dass Werder seinen früheren Jugendspieler (von 1999 bis 2009) unbedingt zurückholen wollte.

„Wir sind auswärtsstark, das hat man ja gesehen“, sagt Wiedwald mit dem Selbstvertrauen aus dem 4:3-Pokalerfolg am Dienstag bei Borussia Mönchengladbach. Auch in der Liga hat Werder drei seiner vier Hinrunden-Siege auf fremdem Platz geholt. Deswegen sieht der Ex-Frankfurter seinen ehemaligen Arbeitgeber unter Zugzwang, und glaubt, „dass sie schon Respekt vor uns haben. Das ist eine Riesenchance für uns“.

Die Eintracht (14 Punkte) steckt tatsächlich noch tiefer in der Krise als die Bremer (15). Seit mittlerweile sechs Partien warten die Hessen auf ein Erfolgserlebnis. Dem Verlierer der Partie droht das Überwintern auf einem Abstiegsplatz. „Das wollen wir unbedingt verhindern“, sagt Skripnik, und kann auf Clemens Fritz bauen. Der Kapitän, der zuletzt zwei Tage wegen Oberschenkelproblemen mit dem Training aussetzte, meldete sich am Freitag fit. Auch der angeschlagene Philipp Bargfrede will noch einmal auf die Zähne beißen.


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Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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