Hamburg (dpa) - Vor der Hauptversammlung der Fußball-AG des Bundesligisten Hamburger SV am 18. Dezember gibt es Unruhe.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung sind im HSV e.V. mit seinen Amateurabteilungen Bestrebungen aufgekommen, den zur Wahl stehenden Aufsichtsrat ohne einen Vertreter von Investor Klaus-Michael Kühne besetzen zu wollen. Kühnes Interessenvertreter im Kontrollgremium des HSV ist Karl Gernandt, Präsident der Kühne Holding AG. Der war von Juli 2014 bis Dezember 2016 Aufsichtsratsvorsitzender beim HSV, rückte dann ins zweite Glied.

Derzeit besteht der Aufsichtsrat aus Rechtsanwalt Andreas C. Peters (Vorsitzender), Wirtschaftsmanager Felix Goedhart, dem Präsidenten des HSV e.V. Jens Meier, Bau-Unternehmer Dieter Becken, dem Klitschko-Manager Bernd Bönte und Gernandt. Bönte hat seinen Rückzug angekündigt. Als Kandidaten werden Ex-HSV-Profi Marcell Jansen, Jens Luther, Vorstandsvorsitzender der Hanseatischen Krankenkasse HEK, und Karl J. Pojer, Chef von Hapag-Lloyd Cruises, gehandelt.

Kühne als wichtigster Aktionär neben dem HSV e.V. (75,1 Prozent) soll seinen Anteil an der AG laut "Bild" mittlerweile auf 20 Prozent erhöht haben. Aufgrund seiner Stellung und seines Engagements wird er auf einen Vertreter im Rat nicht verzichten wollen. Das ist auch nicht Bestreben der ausgegliederten Fußball-AG. Über die Zusammensetzung des sechsköpfigen Aufsichtsrates entscheiden jedoch Präsidium und Beirat des HSV e.V.. Die Kandidaten werden bei der Hauptversammlung durch die Mitglieder gewählt.

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