Oldenburg Der Traum vom Viertelfinal-Derby gegen den SSV Jeddeloh ist ausgeträumt: Die Oberliga-Fußballer des VfL Oldenburg haben zwar am Mittwochabend im Achtelfinale des Landespokals gegen den VfL Osnabrück gut mitgehalten, am Ende stand für das Team von Trainer Dario Fossi gegen den Drittligisten aber vor offiziell 736 Zuschauern eine verdiente 0:2 (0:1)-Niederlage im Stadion an der Alexanderstraße zu Buche.

Aufstellungen

VfL Oldenburg: Bohe - Lizius (70. A. Zohrabian), Lüerssen, Frenzel, Hillerns - Isailovic (54. M. Schmidt), Brüning (63. Jaedtke) - Harms, Kaissis, Baumeister - Osei. VfL Osnabrück: Lehmann - El Bouazzati, Willers, Syhre, Hohnstedt - Groß - Sangaré, Arslan, Renneke (78. Krasniqi) - Wriedt (54. Kristo, 60. Heider), Savran. Tore: 0:1 Renneke (16.), 0:2 Wriedt (52.). Schiedsrichter: Henrik Bramlage (Vechta).

„Es war ein Pokalspiel mit allen Facetten, wie ich es mir gewünscht hatte. Die Osnabrücker haben ihre Chancen konsequent genutzt“, sagte Fossi, dessen Team durch ein 1:0 gegen Heeslingen das Achtelfinale erreicht hatte. Der Favorit aus Osnabrück war durch ein Freilos direkt in die zweite Runde eingezogen.

„Wir haben die erste Halbzeit dominiert, ohne selbst viele Torchancen zu haben“, erklärte Osnabrücks Trainer Joe Enochs, dessen in der 3. Liga noch ungeschlagene Mannschaft (zwei Siege, zwei Remis) in der 16. Minute durch einen Distanzschuss von Bashkim Renneke in Front ging.

„Einmal nur Glück haben“, klagte der ständig an der Seitenlinie entlangtigernde Fossi, als sein Team in der 29. Minute erstmals in die Nähe des Gästetores gekommen war, aber einen Querschläger nicht gewinnbringend genutzt hatte.

Danach vergaben Ahmet Metin Arslan aus gut 25 Metern (30. Minute) und Kwasi Okyere Wriedt freistehend am Fünf-Meter-Raum (42.) das 2:0 für den Favoriten. Auf der anderen Seite nutzte Marvin Osei kurz vor der Pause nicht die Chance auf das 1:1, als er den Ball aus 14 Metern über das Tor drosch (44.).

„Nach dem 1:0 haben wir das Spiel kontrolliert. Nach dem 2:0 haben wir das Tempo rausgenommen und die Oldenburger kommen lassen“, meinte Enochs mit Blick auf das schnelle zweite Tor nach dem Wechsel. Nachdem Renneke auch im zweiten Abschnitt die erste gute Chance gehabt hatte (49.), gelang Wriedt das vorentscheidende 2:0 (52.). Wiederum landete ein Distanzschuss im Tor der Oldenburger.

Danach verwaltete der Drittligist seine komfortable Führung, während die Gastgeber vergeblich versuchten, dem Spiel noch eine Wendung zu geben. In der 66. Minute verpasste der eingewechselte André Jaedtke auf Zuspiel von Kai Kaissis das Anschlusstor.

Das junge Oberliga-Team zeigte zwar in der Schlussviertelstunde einige gute Kombinationen, entwickelte aber in Tornähe zu wenig Gefahr. In der 85. Minute vergab Kaissis die letzte Chance.

„Wenn die Oldenburger aus einer ihrer Halbchancen ein Tor gemacht hätten, hätte es noch einmal eng werden können“, meinte Enochs nach Spielschluss. „Meine Mannschaft hat sehr gut mitgehalten, bis zum Schluss gekämpft und alles versucht“, lobte Fossi, musste aber damit leben, das erträumte Viertelfinale gegen Jeddeloh nicht erreicht zu haben. Die Osnabrücker spielen voraussichtlich am 31. August beim ambitionierten Oberligisten aus dem Ammerland um den Einzug ins Halbfinale.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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