OLDENBURG Mit einem Erfolgserlebnis, dem ersten des Jahres 2009, haben sich die Fußballer des VfL Oldenburg etwas Rückenwind für ihre beiden nächsten schweren Oberliga-Begegnungen verschafft. Vor 250 Zuschauern setzte sich die Elf von Trainer Frank Claaßen in einer ereignisarmen Partie auf rutschigem Kunstrasengeläuf und schwachem Niveau mit 2:0 (1:0) gegen den abstiegsgefährdeten BSV Rehden durch.

Dass es in den nun anstehenden Spielen gegen Spitzenreiter VfB Oldenburg (nächsten Sonntag, 15 Uhr, Marschwegstadion) und eine Woche später gegen den Tabellendritten SV Meppen jedoch einer gehörigen Leistungssteigerung bedarf, um bestehen zu können, dürfte allen VfLern nach der mageren Heimvorstellung gegen den Tabellen-13. klar sein. „Wir waren besser, aber das hätte in der einen oder anderen Aktion auch anders ausgehen können“, gestand VfL-Torwart Nils Reinke. „Wichtig war, dass wir endlich mal wieder zu null gespielt haben.“

Großen Anteil daran hatte Reinke selber. Er avancierte – bezeichnend für die erstaunlich fehlerhafte Vorstellung der Platzherren nach der Pause – zum besten VfLer im Schneeregen. „Er hat trotz einiger unkonventioneller Aktionen ein sehr gutes Spiel gemacht“, lobte Claaßen dann auch seinen Torwart.

Vor dem Wechsel war der VfL trotz seiner viel zu statischen Spielweise gegen verunsichert wirkende Gäste mit 1:0 in Front gegangen. Arek Wojcik hatte die BSV-Abwehr mit einem langen Pass auf Cüneyt Özkan ausgehebelt. Der lief allein auf Torwart Marc Schilling zu, umkurvte diesen und schob ein (34.).

Nach Wiederbeginn sorgte Reinke unfreiwillig für kurzzeitige Spannung. Nach einem gewagten Rückpass versuchte der VfL-Keeper zu klären, erwischte mit seinem Schuss aber Gästestürmer Marc Pallentin am Rücken. Erst im letzten Moment konnte Reinke den Abpraller im Zweikampf noch sichern (50.).

Auch in der 66. Minute musste Reinke nach einem Freistoß im Herauslaufen Kopf und Kragen riskieren. Im direkten Gegenzug wurde dann Özkan im Strafraum gelegt. Der Gefoulte trat selbst zum Strafstoß an und traf sicher zum 2:0. Doch auch das sollte dem VfL keine Sicherheit geben. In dem Maße, wie dem zunächst starken Tim Steidten im defensiven Mittelfeld die Kräfte ausgingen, schlich sich immer mehr Unordnung ins Oldenburger Spiel ein. Die Gäste witterten Morgenluft, waren im Abschluss aber viel zu harmlos.

„Ich kann mir die vielen Ballverluste auch nicht erklären“, rätselte Claaßen. „Aber auch wenn die Leistung meiner Mannschaft noch stark ausbaufähig ist, gibt der Sieg zumindest etwas Zuversicht.“

Aufstellungen

VfL Oldenburg Reinke - Riedesel, Frye, Schnabel, Noack (83. Schicke) - Wojcik, Steidten, Thalmann (81. Müller), McKennie (74. Brehmer)- Ferrulli, Özkan.

BSV Rehden Schilling - Meyer, Sandmann, Bernholt, Smolka, W. Lesniak (80. Galloway), Westerwalbesloh, Oelge (80. Finke), Ond (65. Baya Baya), Kosenkow, Pallentin.

Tore 1:0 Özkan (34.), 2:0 Özkan (68., FE).

Schiedsrichter Schlickmann (Nordenham).

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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