OLDENBURG Mit einer extrem dürftigen Heimvorstellung haben sich die Fußballer des VfL Oldenburg in die sechswöchige Winterpause verabschiedet. Durch die 1:2 (0:0)-Niederlage gegen das Schlusslicht SV Wilhelmshaven II ist die Mannschaft von Trainer Frank Claaßen damit endgültig im tristen Niemandsland der Oberliga Niedersachsen West angekommen.

Zwar fiel der Siegtreffer der abstiegsgefährdeten Gäste um den Ex-VfLer Nils Grape („Unser Sieg geht in Ordnung“) erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit, doch war die erneute Heimniederlage gegen einen Tabellenletzten (2:3 gegen den Heesseler SV am 9. November) insgesamt verdient. Zu saft-, kraft- und lustlos hatten die Oldenburger zuvor über weite Strecken der für die 300 frierenden Zuschauer wenig erwärmenden Partie agiert. Nur den Jadestädtern, die von Beginn an frech aufspielten, war der Siegeswille bereits vor der Halbzeitpause anzumerken.

Schon in der ersten Minute hatte VfL-Torwart Nils Reinke in einem Zweikampf Kopf und Kragen riskieren müssen, um nicht sofort in Rückstand zu geraten. Der Leichtsinnsfehler von Stephen Attoh, der zu dieser Situation geführt hatte, sollte symptomatisch für das VfL-Spiel sein. Immer wieder gab es Abspielfehler, fehlte Struktur im Spielaufbau.

In der 31. Minute (!) wurden die Platzherren erstmals gefährlich. Doch Sebastian Ferrulli traf aus acht Metern volley nur das Lattenkreuz. Nach Wiederbeginn kam erst mit den eingewechselten Robert Plichta und Malte Müller mehr Schwung in die Partie (50.). Konnte der SVW II bei einem Kopfball von Attoh zunächst noch auf der Linie klären (60.), ertönte in der 64. Minute nach einem Foul an Ferrulli der Elfmeterpfiff. Müller trat an, verlud den SVW-Keeper, setzte den Ball aber nur an den Pfosten (64.).

Die Strafe folgte wenig später, als Niklas Fasshauer zum 1:0 einschießen konnte (69.). Wenigstens stemmte sich der VfL nun gegen die Niederlage und glich durch einen platzierten Kopfball aus zwölf Metern von Ferrulli zum 1:1 aus (78.). Ein durch Christian Müller abgeschlossener Konter in der Nachspielzeit brach dem VfL aber das Genick (90.+2). „Wir haben schlecht gespielt und zu viele Chancen vergeben, da müssen wir uns nicht wundern“, kommentierte VfL-Trainer Claaßen.

VfL Oldenburg: Reinke - Riedesel (50. M. Müller), Schnabel, Attoh, Noack - Kulbatzki (74. Bitter), Tammen, Thalmann, A. Wojcik - McKennier (50. Plichta), Ferrulli.

SV Wilhelmshaven II: Nassiri - Meyer (89. Neumann), Ngole-Ndame, Oleksyn, Boller, Madureira, Kappler, Grape, Fasshauer (85. Ch. Müller), Baydak, Abraham (90+2. Winter).

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