OLDENBURG Viele hatten vorab nur über die Höhe des Sieges gegen den als Schlusslicht angereisten Heesseler SV spekuliert – doch es kam ganz anders. Ausgerechnet gegen die bis dato auswärts noch sieglosen Burgdorfer zeigten die Oberliga-Fußballer des VfL Oldenburg am Sonntag vor der Pause (0:2) ein schwaches Defensivverhalten. Trotz einer Steigerung nach Wiederbeginn kassierte die Elf von Trainer Frank Claaßen am Ende mit 2:3 die zweite Heimniederlage der Saison und verabschiedete sich vorerst aus dem Verfolgerrennen hinter dem Spitzentrio.

„Wir waren hinten einfach nicht geordnet genug und sind dreimal eiskalt ausgekontert worden“, bilanzierte Claaßen angefressen. Besonders in der Anfangsphase machte sich das Fehlen der beiden defensiven Mittelfeld-Akteure Tim Steidten (Grippe) und Arne Tammen (Achillessehnenprobleme) bemerkbar.

Da Stephen Attoh mit der ungewohnten Rolle vor der Abwehr überfordert schien, wurde die Schnittstelle zwischen Mittelfeld und Abwehr zur Achillesferse der Oldenburger. So schickten die Heesseler Kapitän Mark Wielitzka zweimal nach kapitalen Abspielfehlern des VfL steil – und beide Male setzte sich der kantige Stürmer im Eins-gegen-Eins-Spiel gegen Torwart Nils Reinke durch (11., 34.). Doppelt bitter für den VfL: Nach der zweiten Aktion musste Reinke mit Verdacht auf Schultereckgelenksprengung verletzt ausgewechselt werden.

Nach einer Pausenansprache im oberen Dezibelbereich versuchten die Platzherren, die Partie noch zu drehen. Und bereits nach einer Minute köpfte Sebastian Ferrulli zum 1:2-Anschlusstreffer ein (46.). Angetrieben vom starken Rechtsaußen Andreas Bitter spielte sich der VfL viele Chancen heraus, doch weder Nils Frenzel (51.) und Bitter (51.) noch Malte Müller (52., Latten-Kopfball) und Ferrulli (57.) vermochten, Zählbares daraus zu machen.

Dann produzierte Jan-Dirk Riedesel einen katastrophalen Fehlpass im Spielaufbau, welchen die Gäste durch Florian Jackowski prompt zum 3:1 nutzten (61.). Kurz darauf holte der eingewechselte VfL-Schlussmann Marco Elia noch artistisch einen Ball aus dem Winkel (65.). Zu mehr als dem 2:3 durch Cüneyt Özkan (90.+2, Handelfmeter) reichte es für die Platzherren aber nicht mehr. „Wir haben verdient gewonnen“, sagte HSV-Trainer Patrick Mohs – Recht hatte er.

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