BOCKENEM BOCKENEM/HB - Aus dem geplanten, ausgelassenen Kramermarkts-Bummel am Sonnabendabend im Kreise der Mannschaft wurde nichts – dafür hatten die Niedersachsenliga-Fußballer vom VfL Oldenburg zuvor bei der überraschend deftigen 2:5 (1:3)-Auswärtsschlappe beim spielstarken Aufsteiger SV Bockenem einfach eine zu aufwühlende Achterbahnfahrt der Gefühle hinter sich bringen müssen.

„Das war doch nur eine Frage der Zeit“, nahm es VfL-Coach Frank Claaßen gestern zumindest äußerlich gelassen, auch wenn gleichzeitig die Serie von vier Spielen ohne Niederlage unter seiner Führung gerissen war. „Bei unserer offensiven Ausrichtung nehme ich das Risiko in Kauf, hinten auch mal zwei, drei zu kassieren, das ist mir lieber als auf ein 0:0 zu mauern – das können wir gar nicht.“

Dabei hatte alles so gut angefangen. Schon in der dritten Minute hatte sich Sebastian Ferrulli über links durchgesetzt, wurde gefoult und verwandelte den fälligen Strafstoß gleich selbst zur 1:0-Führung. Diese war allerdings nur von ganz kurzer Dauer. „Das ist uns schon in Hannover passiert und bereitet mir Sorge“, bemerkt Claaßen. „Da müssen wir routinierter und cleverer werden.“ Ertan Ametovski hatte nach einem Freistoß vom kollektiven Blackout der VfL-Defensive profitiert und ausgeglichen (6.).

Zwar erarbeitete sich der VfL danach zwei, drei Torchancen, traf aber nicht. Auch beim 2:1 (30.) und 3:1 (43.) machte dann die nach der schweren Verletzung von Libero Ulf Kliche (Kreuzbandriss) zwangsläufig umgebaute Abwehr keine gute Figur – wobei Ersatzkeeper Lutz Schwarzkopf an allen Treffern schuldlos war. Marc Bury füllte die Rolle des vorletzten Mannes aus, und Youngster Ansgar Schnabel mühte sich erstmals nach Kräften zentral vor der Abwehr. Claaßen: „Natürlich bringt das Unruhe ins Team, wenn man auf zwei zentralen Positionen – im Tor und beim Libero – umbauen muss, aber das darf keine Entschuldigung sein, schließlich haben wir zuvor gegen Havelse keinen Treffer kassiert.“

Auch nach der Pause wurden die Oldenburger über Außen teilweise vorgeführt und kassierten zwei weitere Tore (60., 67.). „Wenigstens haben wir uns nie hängen lassen“, sah Claaßen auch Positives. So erzielte Schnabel per Kopf noch das 2:5 (89.). „Wir haben uns auch vorher von den Ergebnissen nicht blenden lassen und werden den Ball jetzt weiter schön flach halten“, betont der Coach: „Mit den oberen vier, fünf Teams sind wir noch lange nicht auf Augenhöhe.“

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