Oldenburg Frech und selbstbewusst, aber auch ein wenig dumm hat Offensivgeist Daniel Franziskus den VfB Oldenburg am Sonntag zum dritten Saisonsieg in der Fußball-Regionalliga geführt. Durch einen genialen Freistoß brachte der 25-Jährige das Team von Dietmar Hirsch am Sonntag beim 3:0 (2:0) im Heimspiel gegen Germania Egestorf-Langreder in Führung, ließ die Gastgeber durch einen Platzverweis in Halbzeit zwei aber vor 1545 Zuschauern im Marschwegstadion noch ein wenig um den Erfolg zittern.

„Natürlich ärgere ich mich über die Gelb-Rote Karte. Ich wollte eigentlich nur Zeit herauszögern. Deshalb hatte ich die Arme hochgehalten – im Nachhinein gesehen natürlich eine blöde Reaktion“, meinte Franziskus später dazu, dass er einen Einwurf in Handballer-Manier geblockt hatte (57. Minute). Wenige Sekunden zuvor war er wegen Meckerns von Referee Philip Roedig erstmals verwarnt worden.

Insgesamt verteilte das nicht immer souveräne Schiedsrichter-Team in dem hektischen Spiel zehn Gelbe Karten. „Die Emotionen in diesem Spiel waren ziemlich hoch. Ich bin stolz auf die Mannschaft, wie sie die Unterzahl weggesteckt hat“, sagte Franziskus.

Statistik

VfB Oldenburg: Nettekoven - Lach, Denz, Adomako, Tönnies - Pollasch, Bastürk - Franziskus, Azong (79. Waldow), Temin (84. Eiter) - Kramer (72. Aminzadeh). Germania Egestorf-Langreder: Straten-Wolf - Dismer (46. Gaida), Waldschmidt, Oelmann, Schikora - Bönig (41. Busse), Stieler, Derr, Schumacher - Siegert, Beismann (59. Engelking). Tore: 1:0 Franziskus (5.), 2:0 Temin (20.), 3:0 Tönnies (80./Foulelfmeter). Gelb-Rote Karte: Franziskus (57., Handspiel). Schiedsrichter: Philip Roedig (Hamburg). Zuschauer: 1545.

Als der gebürtige Ostfriese vom Platz musste, führte der VfB 2:0. Schon in der 5. Minute hatte er die Gastgeber in Front gebracht, indem er einen Freistoß von der linken Seite frech im gegnerischen Tor versenkte. Keeper Markus Straten-Wolf stand beim Schuss aus fast 30 Metern ins kurze Eck falsch. „Den muss man halten“, meinte Gästetrainer Jan Zimmermann: „Wir haben hinten ein, zwei Fehler zu viel gemacht – vorn fehlt die Durchschlagskraft.“

Aus 22 Metern erhöhte Ibrahim Temin nach feiner Vorarbeit von Christopher Kramer auf 2:0. Nachdem Franziskus den dritten Treffer verpasst hatte (29.), kamen die Gäste, die fast nur durch Standards in Tornähe gelangten, erst spät durch einen Kopfball von Marek Waldschmidt zu einer richtigen Chance (45.).

Nach dem Seitenwechsel verpasste Joshua Siegert den Anschlusstreffer (48.), ehe Hirsch, der wie die VfB-Fans mehrmals unzufrieden mit dem Schiedsrichter-Gespann war, auf die Tribüne verbannt wurde (52.). Obwohl Franziskus wenig später folgte, schaffte es der Aufsteiger nicht, das Spiel zu wenden. Der VfB agierte weiter souverän, ehe Kapitän Thorsten Tönnies für die Entscheidung sorgte, als er einen von Temin geschickt herausgeholten Strafstoß sicher verwandelte (80.). „Nach dem schlechten Auftritt in Hildesheim war es mir vor allem wichtig, dass die Mannschaft die Grundtugenden zeigt – kämpfen, rennen und meinetwegen auch kratzen“, sagte Hirsch. Auf den dummen Platzverweis von Franziskus hätte er aber sicher gern verzichtet.

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Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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