Oldenburg VfB-Trainer Predrag Uzelac zuckte kurz, als nach dem 0:0 gegen den BSV Rehden das Ergebnis von Norderstedt durchgesagt wurde. Der bisherige Tabellenführer der Fußball-Regionalliga war bei Aufsteiger Drochtersen/Assel nicht über ein 1:1 hinausgekommen, so dass die Oldenburger bei einem Sieg Erster gewesen wären. Doch Uzelacs Spieler verpassten in einem intensiven Spiel vor 1925 Zuschauern im Marschwegstadion den Schritt an die Spitze und sind nun Fünfter.

„Platz eins interessiert mich nicht – ich denke nur daran, schnellstmöglich 40 Punkte auf dem Konto zu haben, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben“, sagte Uzelac nach dem ersten Unentschieden in dieser Saison und ergänzte: „Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden. Die Mannschaft hat in einem kampfbetonten Spiel leidenschaftlich dagegengehalten.“

Schon nach kurzer Zeit war klar, dass sich die Defensivstrategen aus dem Landkreis Diepholz (nur zwei Gegentreffer) gut auf die überfallartige Taktik, mit der der VfB in dieser Saison schon einige Gegner überrascht hatte, eingestellt hatten. In der Anfangsphase hatten die Gastgeber etwas Glück, dass Jeff Gyasi bei seinem Treffer wohl knapp im Abseits stand (8. Minute).

Im Gegenzug rammte BSV-Keeper Milos Mandic nach einem langen Einwurf von Maycoll Canizales-Smith VfB-Kapitän Thorsten Tönnies um. Referee Fynn Kohn (Husum), der nicht unbedingt eine klare Linie zeigte und so zu einem hektischen Spiel beitrug, entschied jedoch nicht auf Elfmeter. Den Abpraller schoss Kifuta Kiala Makangu aufs Gästetor, doch der Versuch wurde von Michael Wessel auf der Linie geklärt.

In der 17. Minute musste Oldenburgs Keeper Dominik Kisiel bei einem starken Freistoß von Kevin Artmann das erste und bis zum Schluss einzige Mal eingreifen, ehe Rehden schon nach einer halben Stunde zum zweiten Mal verletzungsbedingt wechseln musste. Nachdem Innenverteidiger Stefan Heyken humpelnd vom Feld gegangen und Ex-VfBer Serhan Zengin gekommen war, verließ Kresimir Matovina nach einem Zusammenprall mit Tönnies stark blutend den Platz. Der Linksverteidiger zog sich eine Mittelgesichtsfraktur zu und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste durch Abu Bakarr Kargbo eine Halbchance (53.). Während BSV-Trainer Alexander Kiene sein Wechselkontingent früh ausgeschöpft hatte, weil er für Zengin Stürmer Andreas Gerdes-Wurpts brachte (58.), zögerte Uzelac lange. Erst in der 71. Minute brachte er den Debütanten Antti Mäkijärvi.

In der Endphase, in der der VfB auf das Siegtor drängte, bereitete der 21-jährige Mittelfeldspieler mit einer starken Flanke die größte Chance der Gastgeber vor. Der ebenfalls eingewechselte Nils Laabs setzte seinen Kopfball aber neben das Tor (82.) und kam wenig später nach einem langen Pass des Finnen nicht richtig zum Abschluss (86.).

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Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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