Osnabrück Gästefans waren beim Fußball-Drittligaderby zwischen dem VfL Osnabrück und Preußen Münster am Mittwochabend aus Sicherheitsgründen nicht zugelassen. Zu einem Eklat kam es dennoch: Nach dem späten Ausgleich des VfL zum 2:2-Endstand durch Halil Savran (90.+2) lief Osnabrücks Tom Merkens (25) in Zivilkleidung auf den Platz und stieß Preußen-Kapitän Amaury Bischoff (28) um. Merkens hatte sich vor anderthalb Jahren im Derby bei einem Foul von Bischoff (er sah dafür die Rote Karte) einen Knöchelbruch zugezogen. Seitdem kam er nur noch zu zwei Kurzeinsätzen für die Osnabrücker.

„Ich werde auf eine Privatanzeige gegen Merkens verzichten. Ich hoffe nur, er wird sich bei mir dafür persönlich entschuldigen“, sagte Bischoff der „Bild“-Zeitung: „So wie ich es vor zwei Jahren mehrfach bei ihm getan habe. Obwohl es nie meine Absicht war, ihn zu verletzen.“

Dem VfL droht erneut eine empfindliche Strafe. Bereits Anfang August hatte der Verein für negative Schlagzeilen gesorgt, als das DFB-Pokalspiel gegen RB Leipzig aufgrund eines Feuerzeugwurfs aus dem Osnabrücker Fanblock gegen Schiedsrichter Martin Petersen abgebrochen wurde. Das Spiel wurde am grünen Tisch für die Sachsen gewertet. Der VfL wurde mit einem Zuschauer-Teilausschluss belegt.

Gegen Münster waren aus Sicherheitsgründen keine Auswärtsfans zugelassen, das Spiel verfolgten 8590 Zuschauer im Stadion an der Bremer Brücke. Der erneute Zwischenfall machte VfL-Präsident Hermann Quecken-stedt betroffen. „Auch wenn es eine Vorgeschichte gibt: So etwas wie heute darf es auf keinen Fall geben“, sagte er: „Ich habe dem Spieler Bischoff mein großes Bedauern zum Ausdruck gebracht.“

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