München Franz Beckenbauer wird 70 Jahre alt. Nach dem Tod seines Sohnes ist es ein nachdenklicher Geburtstag für den Kaiser, der sich immer als Glückskind gesehen hat. Hier einige Anekdoten zum Aushängeschild des FC Bayern.

Beckenbauer ist der zweite Beckenbauer beim FC Bayern: Von 1931 bis 1934 spielte dort bereits sein Onkel Alfons.

Von 2000 bis 2003 wirbt Beckenbauer für ein Telekommunikationsunternehmen, es entsteht der Spruch: „Ja, is’ denn heut’ scho’ Weihnachten?“

In Oberndorf bei Kitzbühel wohnte Beckenbauer früher im „Kaiserweg“ - allerdings benannt nach dem Wilden Kaiser.

Beckenbauer begann seine Karriere im Stadtteil Obergiesing beim SC München von 1906, der als Kraftsportverein gegründet wurde. Die 1927 gegründete Fußball-Abteilung wurde 2008 aufgelöst und fusionierte mit dem FC Haidhausen zur SpVgg 1906 Haidhausen.

Bei der WM 1986 warf Beckenbauer Torhüter Uli Stein aus der Mannschaft, nachdem ihn dieser als „Suppenkasper“ bezeichnet hatte. Angeblich sei dies eine Anweisung „von oben“ gewesen.

Der legendäre Fußballer ist der Einzige neben dem Brasilianer Mario Zagallo, der als Spieler und Trainer Weltmeister wurde.

Mit der Schallplatte „Gute Freunde kann niemand trennen“ erreicht Beckenbauer 1966 Platz 7 der deutschen Hitparade - für die Aufnahme erhielt er ein Honorar von 100.000 Mark.

Mit 57 Auftritten ist Beckenbauer Rekordgast im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF.

Beckenbauer hatte während seiner Zeit als Spieler ein kaum bekanntes Hobby. „Anfang der 70er Jahre hatte ich schon zwei Pferde. Ich war ein begnadeter Reiter und bin sogar Military mitgeritten.“

Im April 2006 bringt die österreichische Post zu Beckenbauers Ehren eine Sonderbriefmarke heraus (75 Cent). Das dafür verwendete Bild wurde 1977 während Beckenbauers Zeit bei Cosmos New York von Andy Warhol gemalt.

Anfang August 1971 entsteht das Foto des österreichischen Fotografen Herbert Sündhofer, das Beckenbauer in Wien neben der Büste von Kaiser Franz Joseph I. zeigt - der Spitzname „Kaiser“ verselbständigt sich danach. Allerdings: Bereits nach dem DFB-Pokalspiel am 14. Juni 1969, das der FC Bayern gegen Schalke 04 gewinnt, wird Beckenbauer in den Medien erstmals als „Kaiser“ bezeichnet, um die Bezeichnung von Reinhard „Stan“ Libuda als „König von Westfalen“ zu übertreffen.

1965 erscheint die erste Beckenbauer-Biographie, Titel: „Dirigent im Mittelfeld“.

Beckenbauer hat nie eine Trainerlizenz erworben. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verlieh sie ihm erst am 10. Februar 1989 ehrenhalber.

Beckenbauer erzielte in der Bundesliga vier Eigentore. mehr haben Manni Kaltz/Hamburger SV, Nikolce Noveski/Mainz 05 (je 6) und Per Röntved/Werder Bremen (5).

Beckenbauer kündigt Anfang 2005 an, bei der nächsten Wahl um das Präsidentenamt der UEFA zu kandidieren. Allerdings hatte Beckenbauer stets betont, nicht gegen den damaligen Präsidenten Johansson anzutreten. Bei der Wahl am 26. Januar 2007 in Düsseldorf trat dann Johansson erneut an und Beckenbauer kandidierte nicht.

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