BREMEN Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt gegen einen inzwischen gekündigten Fußballer des Regionalligisten SV Wilhelmshaven. Es sei „ein Verfahren wegen des Verdachts des versuchten Betruges“ gegen einen Spieler aus Wilhelmshaven eingeleitet worden, bestätigte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Frauke Wilken, am Mittwoch der NWZ . Die Ermittlungen dauerten laut Wilken an.

Hintergrund ist, dass in der vergangenen Woche laut SVW mehrere Akteure des Clubs von einem Teamkollegen auf eine mögliche Manipulation des Heimspiels gegen den SV Meppen am vergangenen Freitag (2:5) angesprochen worden waren. Die Spieler hatten diese Anwerbeversuche Trainer Christian Neidhart und dem Vereinsvorstand gemeldet. Dieser machte die Angelegenheit publik und informierte auch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) über die Vorfälle. Dem Spieler ist laut SVW-Sprecher Jörg Schwarz inzwischen gekündigt worden, zudem erhielt er ein Stadionverbot.

Am Mittwoch wurden zudem vier Spieler des SVW – darunter auch der betroffene Akteur – in Bremen von Mitgliedern des DFB-Kontrollausschusses als Zeugen angehört. „Der Verein gibt dazu keine Stellungnahme ab, die Sache liegt nun beim DFB“, sagte Schwarz. Auch der Verband mochte keine Details preisgeben. „Es ist ein Verfahren beim Kontrollausschuss anhängig. Da es ein schwebendes Verfahren ist, geben wir darüber keine Auskunft“, teilte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker der NWZ mit. Wie lange das Verfahren dauern werde, sei ebenfalls offen. Wenn ein Ergebnis feststehe, werde der Kontrollausschuss dieses verkünden.

Innerhalb der Sportgerichtsbarkeit kann der Betroffene beispielsweise mit einer Sperre belegt werden. Ob ihm auch strafrechtliche Konsequenzen drohen, hängt von den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ab.

SVW-Kapitän Steffen Puttkammer hofft, sich bald schon wieder auf sportliche Dinge konzentrieren zu können. „Nach der Anhörung habe ich die Hoffnung, dass das Thema abgehakt ist“, sagte der ehemalige Spieler des VfB Oldenburg.

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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