ROM ROM/SID - Der am Montag wegen einer Werbe-Affäre zurückgetretene italienische Fußball-Schiedsrichter Pierluigi Collina wird vom Fernsehen heiß begehrt. Italienische TV-Kanäle reißen sich um den 45-Jährigen, um ihn als Sport-Kommentator unter Vertrag zu nehmen. Zudem wird darüber spekuliert, dass Collina in die Politik einsteigen könnte. Forza Italia, die Partei des italienischen Regierungschefs und AC-Mailand-Besitzers Silvio Berlusconi, will Collina angeblich als Kandidat für die italienischen Parlamentswahlen im kommenden Frühjahr rekrutieren.

Unterdessen gibt es Bemühungen, den Unparteiischen wieder umzustimmen. „Ich werde Collinas Rücktritt nicht annehmen. Ich werde ihn auffordern, seine Demission zu überdenken“, sagte Italiens Schiedsrichter-Boss Tullio Lanese. Der Präsident des italienischen Fußballverbands, Franco Carraro, beteuerte, weiter Vertrauen in Collina zu haben, die Regeln bei Werbeverträgen müssten jedoch berücksichtigt werden. „Diese Regeln gelten für alle, wir können für Collina keine Ausnahme machen“, so Carraro.

Der Fußballweltverband Fifa hat unterdessen auf Collinas Rücktritt reagiert und den Engländer Graham Poll für das WM-Qualifikationsspiel zwischen Spanien und Serbien/Montenegro am 7. September angesetzt. Da Collina aus dem Schiedsrichterverband AIA ausgetreten ist, wird er auch keine Champions-Liga-Spiele mehr leiten.

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