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Bremen Die Steilvorlage kam aus Wolfsburg. Klaus Allofs, lange Jahre Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen und dort engster Vertrauter von Coach Thomas Schaaf, hatte unlängst in einem Interview erklärt: „Werder kann sich glücklich schätzen, einen der besten Trainer Deutschlands zu haben.“

Der heutige Sportchef des VfL Wolfsburg, der an diesem Sonnabend (18.30 Uhr) im Weserstadion zu Gast ist, lobte Schaafs akribische Arbeit und dessen hundertprozentige Identifikation mit dem Verein. Schaaf dürfte sich davon geschmeichelt fühlen – gerade in Krisenzeiten wie diesen, in denen längst nicht mehr alle davon überzeugt sind, dass er noch der Richtige für Werder ist.

Diego bleibt

Mittelfeldstar Diego spielt auch in der kommenden Saison beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg. „Klaus Allofs und Dieter Hecking bauen auf mich in der nächsten Spielzeit. Das haben sie mir vor einigen Tagen mitgeteilt“, begründete der Brasilianer seinen Entschluss, zu bleiben. Der VfL geht damit das Risiko ein, Diego im Sommer 2014 ablösefrei zu verlieren. Dann läuft sein Vertrag aus. Ob Diego in Wolfsburg noch einmal verlängert, ist unklar. „Ich denke, wir werden nach dem Saisonende noch einmal sprechen“, sagte der 28-Jährige.

Schaaf hatte am Donnerstag jedoch so gar keine Lust, diese Komplimente zurückzugeben. Auf die Frage, ob nach dem Duell vielleicht ein Essen mit Allofs geplant sei, antwortete der Trainer ironisch: „Ja, ich mach’ Schnittchen.“ Er stellte aber flugs klar: „Da ist nichts in der Planung. Ich habe seit Wochen keinen Kontakt mit Klaus Allofs gehabt, und ich bin auch überhaupt nicht darauf fixiert.“

Man werde sich begrüßen, so der Werder-Trainer, das wäre es dann aber auch schon gewesen. „Ich lebe nicht in der Vergangenheit. Es war alles klasse, alles super, was Klaus Allofs für Werder geleistet hat. Aber es ist vorbei und spielt keine Rolle“, legte Schaaf noch nach.

Man musste den Trainer also gar nicht danach fragen, wie gut die Ex-Bremer Naldo und Diego Werder tun würden. Die Antwort wäre programmiert. Fakt ist, dass auch die beiden Brasilianer mit dem VfL gegen den Abstieg kämpfen. Naldo und Diego haben mit den „Wölfen“ nur zwei Punkte mehr gesammelt als ihr ehemaliger Club.

Fakt ist aber auch, dass beide nach der Entlassung von Felix Magath wieder zu alter Form und vor allem die Lust am Fußball wieder gefunden haben. Während Naldo, von Magath oft kritisiert, inzwischen wieder unumstrittener Abwehrchef ist, zieht Diego im VfL-Mittelfeld die Fäden – jedoch ohne an seine Glanzzeiten aus Bremer Tagen heranzureichen.

Vor der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte erklärte Naldo, dass er sich auf das Spiel freue, gab aber gleichzeitig zu: „Es wird schon seltsam sein, auf der anderen Seite zu stehen.“ Vor dem Anpfiff wird der Innenverteidiger sogar noch einmal offiziell verabschiedet.

In Bremen war er stets einer der Publikumslieblinge und darf sich aller Voraussicht nach auf den warmen Applaus der Werder-Fans freuen. Allofs wird nicht offiziell verabschiedet. Das habe man bei Werder in der Vergangenheit nur bei Spielern gemacht, erklärte Mediendirektor Tino Polster.

Wahrscheinlich ist es dem ehemaligen Bremer Sportdirektor nur Recht. Denn im Gegensatz zu Naldo sind die Werder-Anhänger Allofs nicht mehr so wohl gesonnen. Die sportliche Talfahrt des Clubs machen viele von ihnen inzwischen maßgeblich auch an seinen personellen Fehlentscheidungen fest.


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