OLDENBURG Es war das letzte Heimspiel der Oldenburger in diesem Jahr. Mit stehenden Ovationen wurden sie verabschiedet.

Von Henning Busch OLDENBURG - Die Fans des VfB Oldenburg dürften ihre Niedersachsenliga-Fußballer bis zum nächsten Heimspiel am 18. Februar 2007 in bester Erinnerung behalten – allen voran Marcel Salomo, der trifft und trifft und trifft. Beim letzten Heimauftritt dieses Jahres im Marschwegstadion – in dem die Blauen 2006 im Punktspielbetrieb ungeschlagen blieben (!) – besiegte die Elf von Coach Joe Zinnbauer den SV Bavenstedt vor 1250 Zuschauern dank einer Leistungssteigerung nach der Pause und vier Treffern ihres Goalgetters innerhalb von einer halben Stunde mit 5:2 (1:1). Lohn der Mühen: Der Spitzenreiter wurde auch mit stehenden Ovationen auf der Haupttribüne in die Heimspiel-Winterpause verabschiedet.

Doch dass Zinnbauer bei der anschließenden Pressekonferenz in einen VfB-Fanschal gewickelt mit heiserer Stimme die Geschehnisse analysierte, war weniger den Jubelschreien nach dem Abpfiff geschuldet, als vielmehr seiner lautstarken Ansprache in der Pause. „Ich weiß nicht wo wir in den ersten 15 Minuten waren, wir wollten zu Hause noch mal ein Feuerwerk abfackeln, haben aber total den Faden verloren“, sagte der erst mit Wiederanpfiff zufriedene VfB-Trainer. „Da haben wir das Spiel in die Hand genommen und Kombinationsfußball mit Kampf und Siegeswillen gezeigt.“

Vor dem Wechsel hätte sich der VfB über einen frühen Rückstand gegen den frech aufspielenden Aufsteiger (Coach Gerhard Celnik: „Wir haben 60 Minuten sehr guten Fußball gespielt“) nicht beschweren dürfen. Schon in der 1. Minute ließ VfB-Libero Arkadius Wojcik im Strafraum elfmeterreif sein Knie gegen SV-Torjäger Christian Falk (schied in der 40. Minute mit Verdacht auf Außenbandriss im Knie aus) stehen. Der Pfiff blieb aber aus. Kurz darauf lief Norman Pütsch frei auf VfB-Keeper Marco Elia zu, schoss jedoch überhastet am Tor vorbei (3.).

Erst nach dem Führungstor der Gäste durch Daniel Hoffmann (26.) wachte der VfB auf. Im direkten Gegenzug fand eine flache Hereingabe von Mehmet Koc den direkten Weg ins SV-Gehäuse. Der Stürmer sorgte unmittelbar vor dem Pausenpfiff jedoch unfreiwillig für den einzigen Wermutstropfen auf VfB-Seite. Er musste nach einem Foul in einer von vielen harten Zweikämpfen geprägten Partie mit Verdacht auf Außenbandriss im Fuß ausgewechselt werden.

Nach Wiederbeginn zeigte Salomo dann, dass er die Torjägerrangliste mit nun 19 Treffern zurecht anführt. Nachdem der eingewechselte Karol Szweda dessen Kopfballvorlage nicht nutzen konnte, drosch der Oldenburger den Abpraller zum 2:1 in die Maschen (56.). Nach einem Freistoß von Christian Thölking war Salomo ebenso mit dem Kopf zur Stelle (62.) wie beim 4:1 nach einer Maßflanke von Matthias Plump über das halbe Spielfeld (84.)

Da hatten die Gastgeber schon 20 Minuten in Überzahl agiert, weil SC-Stürmer Eugen Klein zurecht Gelb-Rot gesehen hatte. Zwar verkürzte Bavenstedt noch einmal auf 2:4 (87.), doch prompt erzielte der VfB das 5:2 (88.). Salomo! Wer sonst?

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