ROM ROM/DPA/SID - „Stunde der Wahrheit“ im italienischen Fußball-Skandal: Einen Tag vor dem WM-Viertelfinale Italien - Ukraine hat der „Maxi-Prozess“ gegen die Spitzenvereine Juventus Turin, AC Mailand, Lazio Rom und AC Florenz wegen Spiel-Manipulationen begonnen. Gleich zum Auftakt des Sportgerichts-Verfahrens am gestrigen Donnerstag im römischen Olympia-Stadion gab es aber zwei handfeste Überraschungen.

Der mutmaßliche Drahtzieher des größten Skandals in der italienischen Fußball-Geschichte, Ex-Juve-Manager Luciano Moggi, erschien nicht vor den Richtern. Und trotz erheblichen Zeitdrucks wurde der Prozess erst einmal auf Montag vertagt – dabei soll bis zum WM-Endspiel am 9. Juli das Urteil gefällt sein. Mehrere Rechtsanwälte hatten mehr Zeit zur Überprüfung der Anklageschrift gefordert. Der Prozess wird nun am Montag fortgesetzt

Aufgebrachte Tifosi beschimpften die 26 Club-Funktionäre, Schieds- und Linienrichter sowie die zurückgetretenen Verbands-Präsidenten Franco Carraro und Innocenzo Mazzini, als sie sich den Weg in den Gerichtssaal bahnten. Juve, Lazio und Florenz droht wegen ihres mutmaßlichen Manipulations-Systems der Zwangsabstieg aus der ersten Spielklasse. Rekordmeister Juve dürften zudem die beiden letzten Titel aberkannt werden. Mailand könnte mit blauem Auge davonkommen und nur mit einem Punkteabzug bestraft werden, berichteten italienische Zeitungen. Die finanziellen Folgen für die Clubs sind kaum absehbar.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.