Oldenburg „Ja! Ja man!! Endlich!!!“ – um 18.50 Uhr schrie VfL-Trainer Dario Fossi seine Freude über den ersehnten ersten Saisonsieg in der Fußball-Regionalliga hinaus und fiel erst Sportdirektor Detlef Blancke und dann der Reihe nach allen Oldenburger Protagonisten in die Arme. Vor 316 Zuschauern war dem mit jeweils zwei Remis und Niederlagen gestarteten Aufsteiger ein 1:0-Überraschungscoup gegen Spitzenreiter TSV Havelse gelungen.

„Wir haben in den ersten Wochen auch nicht schlecht gespielt, aber oft zu viele kleine Fehler gemacht“, blickte Fossi etwas später zurück, als sich die erste Freude in eine tiefe Zufriedenheit gewandelt hatte. Fossi wäre aber nicht Fossi, wenn er richtig zufrieden gewesen wäre. „Unsere erste Halbzeit hat mir nicht gefallen, deshalb habe ich in der Pause umgestellt. Nach dem Wechsel sind wir durch den Kopf ins Spiel gekommen und haben am Ende auch verdient gewonnen.“

Den goldenen Treffer hatte Daniel Isailovic in der 55. Minute per Foulelfmeter erzielt, nachdem Deniz Cicek den VfL-Dribbler Kai Kaissis im Strafraum leicht gestoßen hatte. „Es war keine Schwalbe“, meinte Havelses Trainer Christian Benbenek und gestand ein: „Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, waren im Spiel nach vorn aber nicht konsequent genug. Nach der Pause kamen wir überhaupt nicht mehr ins Spiel, deshalb hat der VfL verdient gewonnen.“

Zunächst hatten die Oldenburger aber etwas Glück gehabt. Erhan Yilmaz setzte den Ball an den linken Außenpfosten (28. Minute). Wenig später köpfte Sven-Torge Bremer das Spielgerät an die Lattenunterkante (32.). Der VfL war gegen den sehr gut im Raum stehenden Spitzenreiter vor der Pause nur zu einer Halbchance von Conrad Azong gekommen (13.), weil er im Spielaufbau oft zu hektisch agierte.

Das änderte sich in der zweiten Halbzeit. 40 Sekunden nach dem Wiederbeginn verfehlte Lennart Blömer knapp das Tor. Neun Minuten später holte der quirlige Kaissis den am Ende entscheidenden Strafstoß heraus.

Mit der Führung im Rücken wurden die Oldenburger noch sicherer, agierten im Torabschluss aber bis zum Schluss zu überhastet. Isailovic verfehlte mit zwei Distanzschüssen jeweils knapp das Tor der Gäste, die ihrerseits offensiv kein Mittel fanden. Kurz vor Schluss geriet Havelse durch eine Gelb-Rote Karte für Fabian Wenzel sogar noch in Unterzahl (88.).

„Beim Lattentreffer haben wir Glück gehabt“, resümierte VfL-Rechtsverteidiger Kristof Köhler und ergänzte: „Danach haben wir hinten aber sehr gut gestanden.“

VfL Oldenburg: J. Zohrabian - Köhler, Frenzel, Tjardes, Onnen - A. Zohrabian, Isailovic - Blömer (82. Sandoghdar), Schmidt (46. Siegert), Kaissis (90. Vukoja) - Azong.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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