Oldenburg Erst hui – dann pfui – erst aktiv, dann passiv – erst zaubern, dann zittern: Die Regionalliga-Fußballer des VfB Oldenburg haben am Sonntag beim 3:1 gegen Eintracht Norderstedt vor 1323 Zuschauern im Marschwegstadion einmal mehr ihr großes Potenzial angedeutet, auf der anderen Seite aber auch ihr wohl größtes Manko offenbart: die Inkonstanz.

„Das war erst ein Superspiel von uns – aber wir müssen das über 90 Minuten bringen“, sagte Enis Bytyqi, der die Gastgeber nach einer starken Anfangsviertelstunde mit seinem ersten Treffer im VfB-Trikot nach famosem Steilpass von Nico Matern mit 2:0 in Front gebracht hatte (16. Minute). Das erste Tor hatte Pascal Steinwender bereits nach 76 Sekunden nach Flanke von Kai Bastian Evers geköpft.

„Wir haben den Gegner stark unter Druck gesetzt, aber müssen das 3:0 nachlegen“, meinte Steinwender dazu, dass nach einer etwas zu passiven Phase in Maik Lukowicz (38.) und Kifuta Kiala Makangu (41.) die anderen Mitglieder des Offensivquartetts sowie Fabian Herbst (39.) die Weichen endgültig hätten auf Sieg stellen können.

Nachdem wahrscheinlich nicht einmal sie selbst vorher das Gefühl gehabt hatten, das Spiel noch drehen zu können, bekamen die Norderstedter nach der Pause Aufwind. Ein Schuss von Torjäger Nick Brisevac ging noch knapp neben das Tor (47.), ehe Johann von Knebel für den Anschlusstreffer sorgte (55.).

„Wir haben den Zugriff verloren und uns hinten reinpressen lassen“, sagte Steinwender, war aber ratlos, warum die Sturmpower der Anfangsphase nun nicht einmal mehr ein laues Lüftchen war. „Unser Torwart hat uns den Arsch gerettet“, brachte Bytyqi das folgende Geschehen auf den Punkt.

Dominik Kisiel entschärfte ganz stark Chancen von Yannik Nuxoll (67.) und Holger Brüning (68.), doch das Gebettel der Gastgeber um den Ausgleich ging weiter. In der 77. Minute parierte der Keeper gegen Michael Kobert, ehe Norderstedt durch Brisevac und Nuxoll weitere Chancen nicht nutzte (81., 82.).

Erst in der Nachspielzeit erlöste Steinwender die Oldenburger mit seinem zweiten Tor (90.+1). „Erste Halbzeit verschlafen, in der zweiten die Chancen nicht genutzt – ich bin stinkig“, sagte Eintracht-Coach Jens Martens. „Wir haben den Matchplan 25 Minuten gut umgesetzt“, lobte VfB-Trainer Kiene, war aber natürlich auch nicht so richtig zufrieden: „Was uns fehlt, ist die Leistungskonstanz über 90 Minuten.“

VfB Oldenburg: Kisiel - Ndure, Kalinowski, Herbst, Temin - Evers, Matern - Steinwender (90.+1 Posipal), Bytyqi (70. Erdogan), Lukowicz (63. Richter) - Kifuta.

NWZ Bundesliga-Tippspiel 20/21
Wer wird Tippspiel-König 20/21? Am besten gleich mittippen und jeden Spieltag um einen 50€-Gutschein von Möbel Weirauch spielen!

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.