Havelse Mächtig verärgert schlichen die Regionalliga-Fußballer des VfB Oldenburg am Sonntagnachmittag in Havelse vom Platz. „Innerhalb von zwei Minuten schenken wir dem TSV zwei Tore und verlieren das Spiel“, schimpfte Mittelfeldspieler Nick Köster nach der 0:2 (0:2)-Niederlage. Es war bereits die dritte in Folge. Patrick Posipal (24. Minute) und Deniz Tayar (26.) hatten für die Gastgeber schon vor der Pause getroffen.

„Durch zwei Standard-Situationen haben wir uns um ein besseres Ergebnis gebracht. Zwei Mal haben wir uns nach einer Ecke überrumpeln lassen“, konstatierte VfB-Trainer Andreas Boll, betonte allerdings: „Wir haben ansonsten eine gute Leistung abgeliefert.“

Spielerisch und kämpferisch verlangten die Oldenburger dem Gegner einiges ab. Nur die Chancenverwertung ließ, wie schon in den vergangenen Spielen, zu wünschen übrig. Der Tabellenzweite drückte den VfB zwar immer wieder in die eigene Hälfte zurück. Die Gäste kamen jedoch häufig zu gefährlichen Konter.

Von Beginn an drängten die Havelser auf die Führung. Diese wäre ihnen in der zweiten Minute auch fast gelungen. Der Schuss von Christoph Beismann verfehlte aber knapp das Oldenburger Tor. Nur 60 Sekunden später bewahrte das Lattenkreuz den VfB dann vor einem frühen Rückstand.

Fortan entwickelte sich ein gutes Spiel mit hohem Tempo in dem Mansur Faqiryjar zunächst noch retten konnte (12.). Der VfB-Torwart war in der 24. Minute aber machtlos. Nachdem der Ball nach einer Ecke über die gesamte Oldenburger Abwehr gesegelt war, köpfte Patrick Posipal, Enkel des 1954er-Weltmeisters und Hamburger Fußball-Idols Jupp Posipal, zum 1:0 ein.

Ein weiterer Eckball leitete schon zwei Minuten später das zweite Gegentor ein. Erneut stand die Defensive des VfB ungeordnet, und Tayar verwandelte aus dem Gewühl heraus.

Unbeeindruckt setzte der VfB sein Konterspiel fort und kam so zu mehreren guten Chancen. Doch die stark ersatzgeschwächte Mannschaft – Julian Lüttmann und Daniel Halke fehlten gelbgesperrt, Peer Wegener hatte sich krank gemeldet – vergab diese allesamt. Auf der anderen Seite musste Faqiryar kurz vor dem Pausenpfiff noch einmal sein ganzen Können aufweisen, um das 0:3 zu verhindern.

In der zweiten Halbzeit ließ es Havelse mit der Führung im Rücken ruhiger angehen. Der VfB war nun überlegen, vergab seine gut herausgespielten Chancen allerdings zu überhastet oder schoss knapp vorbei. Den Rest hielt TSV-Torwart Markus Straten-Wolf sicher.

„Nach der 2:0-Führung haben wir die nötige Sicherheit vermissen lassen. Oldenburg hat ein gutes Spiel hier abgeliefert“, analysierte Havelses Trainer André Breitenreiter. Der Ex-Profi erhofft sich vom VfB an diesem Mittwoch (19 Uhr) Schützenhilfe im Titelkampf: „Wir hoffen, dass die Oldenburger bei Holstein Kiel ebenso stark aufspielen wie gegen uns und den Tabellenführer ein wenig ärgern.“

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