Nfv-Pokal
Elfmeterpfiff bringt VfB um Lohn

Der VfB verlangte dem Drittligisten vor 2741 Zuschauern alles ab. Ein strittige Szene brachte die Entscheidung zugunsten der Meppener.

Bild: Piet Meyer
Diskussionen nach dem Elfmeterpfiff: (von links) VfB-Torwart Dominik Kisiel, Schiedsrichter Franz Bokop, Gazi Siala, Okan Erdogan (verdeckt), Meppens Stürmer Nico Granatowski und Pascal Richter.Bild: Piet Meyer
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Oldenburg „Das war nie ein Elfmeter.“ – „Das war ein Foul, aber außerhalb des Strafraums.“ – „Den kann man geben.“

Die Meinungen über die entscheidende Szene im Pokalduell zwischen dem VfB Oldenburg und dem SV Meppen am Dienstagabend gingen bei den Fans der Gastgeber weit auseinander. Durch einen umstrittenen Strafstoß sicherte sich der Drittligist aus dem Emsland das Ticket für das Viertelfinale des Landespokals gegen den SSV Jeddeloh am 3. Oktober.

Im Lager des Oldenburger Fußball-Regionalligisten herrschte nach der bitteren 0:1-Niederlage vor 2741 Zuschauern im Marschwegstadion Enttäuschung. „Ich kann meiner Mannschaft kaum einen Vorwurf machen. In den entscheidenden Szenen müssen wir uns aber selbst an die Nase fassen“, sagte VfB-Trainer Stephan Ehlers und meinte damit die Entstehung des Strafstoßes, als sein Team vor dem Elfmeter-Pfiff den Ball nicht geklärt hatte, und die Gelb-Rote Karte, die sein Team in Halbzeit zwei einstecken musste.

Zunächst sah Jeffrey Volkmer innerhalb von nicht einmal zwei Minuten erst Gelb (62.) und dann Gelb-Rot (63.). Wenig später gab Schiedsrichter Franz Bokop (Vechta) den strittigen Foulelfmeter, als sich die Wege von Oldenburgs Joshua König und dem aus dem 16er laufenden Steffen Puttkammer an der Strafraumgrenze gekreuzt hatten. Max Kremer ließ sich von der hitzigen Atmosphäre nicht beirren und verwandelte (67.).

„In den entscheidenden Situationen hatten wir das Matchglück auf unserer Seite“, gestand Gästetrainer Christian Neidhart ein. „Ohne diese Szenen wäre viel möglich gewesen“, fand Ehlers. Das stimmte. Von Anfang an war zwischen den Erzrivalen kein Klassenunterschied zu erkennen gewesen. Der 13. der Regionalliga erarbeitete sich gegen den 15. der 3. Liga sogar ein Chancenplus.

In der 15. Minute setzte Oldenburgs Pascal Steinwender einen Schuss von der rechten Strafraumecke knapp am Pfosten vorbei. Wenig später bugsierte Nico Granatowski auf der anderen Seite nach einem Freistoß den Ball über das Tor (20.). In der Endphase der ersten Halbzeit kam der VfB durch Maik Lukowicz (35.) und Steinwender (41.) noch zu Halbchancen.

Nach dem Seitenwechsel gab es schnell den nächsten Aufreger. VfB-Keeper Dominik Kisiel ließ einen Schuss von Granatowski abprallen, und Kremer setzte den Ball am leeren Tor vorbei, stand dabei aber im Abseits (47.). Kurz darauf verpasste auf der anderen Seite Pascal Richter bei einem Konter den richtigen Zeitpunkt für den Abschluss (48.).

In der 59. Minute prüfte Lukowicz Meppens Schlussmann Jeroen Gies mit einem Schuss aus 18 Metern, ehe mit Volkmers Platzverweis die entscheidenden Minuten begannen. „Es war eine sehr harte Entscheidung. Eine Ermahnung hätte gereicht“, fand der Rechtsverteidiger, dessen Teamkollegen nach dem Rückstand bei einem 30-Meter-Freistoß von Okan Erdogan (85.) und zwei Standardsituationen in der Nachspielzeit das 1:1 verpassten.

„Wir haben gegen einen Drittligisten auf Augenhöhe gespielt“, sagte VfB-Kapitän Süleyman Celikyurt nach dem Abpfiff und hatte übrigens eine ganz klare Meinung zur Szene des Spiels: „Das war ein klarer Elfmeter.“

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