Nfv-Pokal
Eifrige VfB-Youngster sehen im Derby alt aus

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Verursachte den Strafstoß: Joshua König (links, gegen Thilo Leugers)Bild: Patten
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Oldenburg Sie betrieben hohen Aufwand, erhielten nach Spielschluss den verdienten Applaus ihrer Anhänger, schlichen aber dennoch enttäuscht in die Kabine. Das NFV-Pokalspiel gegen den Drittligisten SV Meppen nahm für die Fußballer des VfB Oldenburg nicht das erhoffte Ende, der Regionalligist verpasste bei der 0:1-Niederlage am Dienstagabend die Wiederholung des Pokal-Coups über die Emsländer aus dem Vorjahr.

Eine gelungene Aktion des Meppener Routiniers Steffen Puttkammer reichte aus, um das Spiel zu entscheiden. Der 29-Jährige hatte im Strafraum den VfB-Youngster Joshua König (19) alt aussehen lassen und den spielentscheidenden Foulelfmeter in der 65. Minute herausgeholt, indem er im Sechzehner kurz vor der Strafraumgrenze Königs Weg kreuzte.

„Ich habe ihn getroffen, ich weiß aber nicht, ob es noch im Strafraum war“, kommentierte König die Situation. Er hatte bis dahin wie schon im Punktspiel gegen St. Pauli II ein gutes Spiel im defensiven Mittelfeld abgeliefert. König hatte zwar das Foul begangen, der Strafstoß ging aber eigentlich auf die Kappe von Pascal Richter, einem weiteren Jungspund im Team. Der 21-Jährige hatte versucht, einen Gegenspieler im eigenen Strafraum zu tunneln, was aber nicht gelang. Stattdessen kam Puttkammer an den Ball.

„So einen Elfmeter darf man nicht bekommen. Da muss die Situation vorher besser gelöst werden“, schimpfte Stephan Ehlers. Insgesamt zeigte sich Oldenburgs Coach aber zufrieden mit der Leistung seines Teams, das nach der Gelb-Roten Karte für Jeffrey Volkmer (63.) auch in Unterzahl bis zum Schluss am Ausgleich schnupperte.

König haderte mit dem unglücklichen Spielverlauf. „Wir hätten Meppen schlagen können. So groß war der Unterschied nicht“, sagte er. Zu den besten Oldenburgern zählte am Dienstag der 18-jährige Linksverteidiger Dominique Ndure. „Natürlich ist man enttäuscht. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr kompakt gestanden. Es war eine sehr unglückliche Niederlage“, meinte Ndure, richtete den Blick aber wie König auf die kommenden Aufgaben. An diesem Sonntag (15.30 Uhr) treten die Oldenburger in der Regionalliga bei Hannover 96 II an.

Meppens Coach Christian Neidhart freute sich nach fünf Niederlagen in Folge gegen den VfB über das Ende der schwarzen Serie, das Zustandekommen des Sieges war ihm aber eher unangenehm: „Man möchte so ein Spiel mit einer Aktion aus dem Spiel heraus gewinnen, nicht mit einem Elfmeter und mit elf gegen zehn Spielern.“

Aus polizeilicher Sicht verlief das Derby recht ruhig. „Es hielt sich in Grenzen“, sagte Sarah Rost von der Pressestelle der Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland. Rund um das Stadion sei es lediglich zu einzelnen, kleineren Zwischenfällen gekommen. Die Trennung der rivalisierenden Fangruppen habe funktioniert. Nach Spielschluss brannte auf der A 28 in Richtung Bremen in Höhe Kreyenbrück kurzzeitig Pryotechnik, welche vermutlich aus einem fahrenden Auto geworfen wurde. Schaden entstand nicht.

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