Oldenburg Der Traum lebt weiter: Die Regionalliga-Spieler des VfB Oldenburg haben am Donnerstag den zweiten von voraussichtlich insgesamt vier nötigen Schritten in Richtung DFB-Pokal unternommen. In eindrucksvoller Manier machte das Team von Trainer Alexander Kiene den 3. Oktober für sich und für ihre Fans auch zu einem Fußball-Feiertag und erreichte durch einen sicheren Heimsieg gegen Ligarivale HSC Hannover das Halbfinale im Landespokal der Dritt- und Viertligisten. Beim 6:1 (4:1) im Marschwegstadion schossen sich die Gastgeber den Frust der vergangenen nicht so erfolgreichen Ligapartien von der Seele.

„Wir brauchen Geduld“, hatte Kiene vor dem Spiel gesagt. Recht hatte er damit nicht. Schon in der 3. Minute wurde der Grundstein für das Weiterkommen gelegt. Nach einer Kombination über Andrej Startsev, Enis Bytyqi und Pascal Steinwender scheiterte zunächst Torjäger Kifuta Kiala Makangu an HSC-Torwart Sascha Algermissen, aber der Nachschuss von Bytyqi saß.

„Wir haben auch in den letzten Spielen sehr viel richtig gemacht, aber uns selten dafür belohnt. Wir müssen im Abschluss einfach cleverer werden“, lautete eine weitere Aussage Kienes. Und diese Forderung setzte sein Team nach einer kurzen zu passiven Phase, in der auch die Abstände zwischen den Ketten nicht passten und die Gäste eine Doppelchance nicht nutzten (5. Minute), nach und nach konsequent um. Nach Vorarbeit von Steinwender und Kifuta gelang Bytyqi sein zweiter Treffer (17.), ehe Kifuta nach Flanken von Startsev und Evers auf 4:0 erhöhte (20., 32.).

Der Treffer von Almir Kasumovic, der in der 41. Minute nach einem Freistoß per Kopfball über den zu zögerlich aus seinem Tor gekommenen VfB-Keeper Dominik Kisiel das 1:4 markierte, sorgte wieder für ein wenig Spannung, doch nach dem Seitenwechsel kam keine Gefahr auf, dass die Oldenburger das Spiel noch aus der Hand geben. Der VfB agierte zwar nicht mehr ganz so zielstrebig, hätte aber bei einer Doppelchance von Bytyqi und dem eingewechselten Efkan Erdogan schnell das 5:1 nachlegen können (49.).

Es dauerte noch etwas bis zu den nächsten Treffern der Gastgeber. Auf Vorlage von Steinwender - diesmal anders als bei seinen vorherigen Torbeteiligungen von der linken Seite - schraubte Ibrahim Temin in der 69. Minute den Spielstand in die Höhe und legte nach einem Zuspiel von Bytyqi das 6:1 nach (74.). In der Endphase verhinderten VfB-Kapitän Kai Bastian Evers mit einer Rettungstat auf der Linie (82.) und Kisiel mit einer Parade gegen HSC-Mannschaftsführer Niklas Kiene (84.) den zweiten Gegentreffer. Auch Björn Masur nutzte seine Chance zum 2:5 gegen die nun etwas leichtfertig agierenden Oldenburger nicht (87.).

In der Qualifikationsrunde des Landespokals der Dritt- und Viertligisten hatte der VfB im Juli Nachbar SSV Jeddeloh ausgeschaltet (6:4 n.E., 1:1). Als der niedersächsische Pokal bis vor gut einem Jahr noch eingleisig war, reichte der Einzug ins Endspiel zur Qualifikation für die nationale Bühne. Jetzt schaffen nur die Sieger der beiden parallelen Wettbewerbe (Drittligisten/Regionalligisten sowie Oberligisten/Bezirkspokal-Sieger) den Sprung in den DFB-Pokal. Sollte ein Finalist des „oberen“ Landespokals in am Saisonende in der 3. Liga unter den ersten Vier landen, hat der Endspiel-Gegner das begehrte Ticket schon sicher.

Am Mittwoch hatte bereits Drittligist Eintracht Braunschweig durch ein 3:1 bei Drochtersen/Assel (Gegner des VfB in der Liga auswärts an diesem Sonntag) das Halbfinale erreicht. Das Duell zwischen Havelse und Lüneburg wurde auf den 30. Oktober verlegt. Tags darauf empfängt Rehden den zweiten Drittligisten im Wettbewerb, den SV Meppen. Das Halbfinale ist für den 13. April (Ostermontag) geplant, das Endspiel für den 20. Mai (Finaltag der Amateure).

VfB Oldenburg: Kisiel - Startsev (29. Volkmer), Herbst, Kalinowski (46. Erdogan), Ndure - Evers, Matern - Steinwender (72. Lukowicz), Bytyqi, Temin - Kifuta.

Tore: 1:0, 2:0 Bytyqi (3., 17.), 3:0, 4:0 Kifuta (20., 32.), 4:1 Kasumovic (41.), 5:1, 6:1 Temin (69., 74.).

Schiedsrichter: Carsten Wessel (Hamburg).

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Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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