Oldenburg /Jeddeloh Gerade eben erst hatte er seinen Abschied vom SSV Jeddeloh verkündet, da hat Frank Claaßen auch schon einen neuen Job. Der 52-Jährige, der bis vor Kurzem als Sportlicher Leiter beim Fußball-Regionalligisten aus dem Ammerland gearbeitet hatte, wechselt zum nur wenige Kilometer entfernt beheimateten Ligarivalen VfB Oldenburg. Auch dort fungiert Claaßen als Sportlicher Leiter.

„Er hat einfach viel Erfahrung, die nötige Kompetenz, ist gut vernetzt und motiviert“, sagte VfB-Sportvorstand Andreas Boll: „Darüber hinaus kennen wir uns lange und gut genug, um zu wissen, dass es auch zwischenmenschlich sehr gut passen wird.“

Dass Claaßen die Jeddeloher verlassen würde, war intern beim SSV schon seit einigen Wochen bekannt. Da der Trainings- und Spielbetrieb derzeit wegen der Corona-Krise ausgesetzt ist, war sein Ausscheiden aber nicht publik geworden. Erst am Osterwochenende hatte Claaßen auf Nachfrage öffentlich seinen Abschied verkündet und „persönliche Gründe“ angeführt. „Ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, wollte den Verein aber nicht im Stich lassen“, hatte er noch am Ostermontag gesagt – ohne dabei einen anstehenden Wechsel zum VfB Oldenburg zu erwähnen.

Viele Fans des SSV und des VfB stellen sich nun die Frage: War ein Wechsel nach Oldenburg bereits der Grund für den Weggang aus Jeddeloh? Claaßen bestätigte am Dienstag, dass es bereits während seiner Zeit bei den Ammerländern eine Kontaktaufnahme durch den VfB gegeben habe. „Die Situation beim SSV Jeddeloh war für mich in den letzten Wochen nicht mehr so zufriedenstellend gewesen, die Arbeit dort hat mir auch nicht mehr so richtig Spaß gemacht“, sagte er nun: „Beim VfB hat sich in den letzten zwei Jahren vieles zum Positiven verändert, so dass ich gerne mit meinen beiden alten Weggefährten zusammen arbeiten möchte.“ Mit den „Weggefährten“ meinte er Boll sowie den VfB-Geschäftsführer Benjamin Doll. Mit den beiden hatte Claaßen einst beim VfB zusammengespielt.

Ansgar Schnabel, der in Jeddeloh nach Claaßens Weggang nun wieder alleiniger Sportlicher Leiter ist, wurde vom neuen Engagement seines Ex-Kollegen am Dienstag „völlig überrascht“. Ein Wechsel zum VfB sei „mit keinem Wort erwähnt“ worden, als Claaßen seine Absicht erklärt habe, die Jeddeloher verlassen zu wollen. Dass die einstigen Kollegen nun bei konkurrierenden Vereinen arbeiten, nimmt Schnabel gelassen hin. „So ist das manchmal im Sport. Ich wünsche Frank alles Gute“, sagte der Sportliche Leiter der Jeddeloher.

Beim VfB war die Stelle einige Monate lang verwaist gewesen. Jürgen Hahn hatte im Januar sein Amt niedergelegt und war auf den Trainerposten beim Bezirksligisten Frisia Wilhelmshaven gewechselt. Boll, Trainer Alexander Kiene und Doll hatten seitdem die Aufgaben des Sportlichen Leiters mit übernommen. Eine der ersten Aufgaben von Claaßen wird nun sein, mit Kiene über eine mögliche Vertragsverlängerung zu sprechen.

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