Oldenburg /Jeddeloh Während der SSV Jeddeloh als einziger Club aus Niedersachsen keine Lizenz für die Oberliga beantragt hat, aber damit angesichts der Tabellensituation ein äußerst überschaubares Risiko eingegangen ist, kann der VfB Oldenburg seit Donnerstagabend wieder etwas „glücklicher“ sein, dass er seine Unterlagen eingereicht hat. Die 2:3-Pleite im Nachholspiel beim BSV Rehden hat die Abstiegssorgen wieder etwas befeuert.

„Wir müssen die Niederlage akzeptieren. Insgesamt haben wir aber eine gute Leistung abgeliefert – ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, sagte VfB-Coach Stephan Ehlers. „Die Punkte werden wir uns jetzt am Sonntag holen“, ergänzte er mit Blick auf das Heimspiel (15 Uhr, Marschwegstadion) gegen den VfL Wolfsburg II.

Allerdings: Die Bundesliga-Reserve, die sich als Tabellenzweiter angesichts der mageren Ergebnisse der HSV-Reserve sogar wieder Hoffnungen auf die Meisterschaft machen darf, ist ein ganz anderes Kaliber als Rehden. Das Team aus dem Landkreis Diepholz, das in der Tabelle mit dem fünften Sieg in Serie (29 Punkte, 12. Platz) dem VfB (25, 13.) enteilt ist, war von Beginn an auf Abstiegskampf eingestellt. Der BSV agierte kompromisslos in der eigenen Hälfte und überraschte den VfB mit schnellen Kontern.

„Jetzt muss ich schon wieder einen weiteren Sieg rechtfertigen“, sagte Trainer Benedetto Muzzicato, dessen Vertragsverlängerung über den Sommer hinaus von Vereinsboss Friedrich Schilling nach dem Spiel bekannt gegeben wurde.

„Die beiden frühen Tore haben uns das Genick gebrochen“, meinte VfB-Angreifer Pascal Richter, der in der auf kontrollierte Spielzüge ausgerichteten Oldenburger Mannschaft an diesem Abend den besten Eindruck hinterlassen hatte. Die Anschlusstore seiner Sturmkollegen Hugo Magouhi (28. Minute) und Kifuta (90.+3) reichten nach den letztlich drei Gegentreffern durch Miguel Coimbra Fernandes (6.), Tim Rieckhof (13.) und Francky Sembolo (82.) nicht.

Die Jeddeloher hatten vor zwei Wochen ebenfalls 2:3 gegen Rehden verloren, doch das sorgte beim Aufsteiger angesichts der herausragenden Saison mit aktuell Platz fünf (39 Punkte) und dem durch den Sprung ins Finale des Landespokals realisierten Einzug in den DFB-Pokal nur für ein kleines Schulterzucken.

Viel Zeit, um über vergangene Spiele nachzudenken, haben die Jeddeloher derzeit generell nicht. Denn nach dem 1:0-Erfolg gegen die U23 von Hannover 96 am Mittwoch steht schon am Sonntag für den SSV das nächste Auswärtsspiel bei Altona 93 (14 Uhr, Adolf-Jäger-Kampfbahn) auf dem Programm. Trainer Key Riebau fordert von seinem Team gegen die abstiegsbedrohten Hamburger volle Konzentration: „Wir erwarten eine Mannschaft, die schon im Alles-oder-Nichts-Modus ist. Trotzdem bin ich guter Dinge, dass wir ein gutes Ergebnis erreichen können.“

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Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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