Oldenburg Das mit Spannung erwartete Nachbarschaftsduell zwischen den Regionalliga-Rivalen SSV Jeddeloh und VfB Oldenburg wird an diesem Sonntag (15 Uhr, 53acht-Arena) auch zu einem Duell zwischen einem Duo, das als Meister und Lehrling in der Vergangenheit zusammen Erfolge gefeiert hat. Die Freundschaft, die sich zwischen VfB-Cheftrainer Stephan Ehlers (47) und SSV-Coach Key Riebau (27) in vielen gemeinsamen Jahren entwickelt hat, wird nun für 90+x Minuten ruhen.

bei Derby getrennte Eingänge beachten

Der SSV Jeddeloh hat vor dem Derby am Sonntag einige Anreise-Hinweise ausgesprochen.

Die Gästefans sollen den Stadion-Zugang an der B401 nutzen. Die Eingänge für die SSV-Fans befinden sich an der Wischen- und der Vehnestraße. Abstellplätze für die Fahrräder (Am Düker) und die Zufahrt zum Parkplatz hinter der Gaststätte „Zum goldnen Anker“ (beide Fanlager) sind auf der anderen Seite des Kanals. In den Seitenstraßen des Dorfes darf nicht geparkt werden.

„Das ist für uns beide eine ungewohnte Situation, uns jetzt als Gegner gegenüberzustehen“, sagt Ehlers, der den zwei Jahrzehnte jüngeren Riebau bereits in jungen Jahren einband. „Ich kenne Stephan sehr, sehr lange. Er hat mich vor etwa zehn Jahren gefragt, ob ich ihn bei der Arbeit mit der U 14 beim VfL unterstützen möchte – das habe ich sehr gern getan“, erzählt Riebau, der während seiner Zeit als Spieler für den VfL (bis 2009 und 2015/16) und Jeddeloh (2012 bis 2015 und 2016/17) viele Etappen in den Trainerjob gemeinsam mit Ehlers ging.

„Wir haben eine intensive persönliche Beziehung. Er war auch ein Jahr als FSJler an meiner Schule“, verrät Ehlers, der als Lehrer am Gymnasium in Bad Zwischenahn arbeitet, und ergänzt mit einem Schmunzeln: „Man kann schon fast sagen, dass er ein Ziehsohn von mir ist.“

Nachdem sie die U 17 des VfL in der Saison 2011/12 in die Bundesliga geführt hatten, stand Riebau seinem Mentor auch nach der Gründung des JFV Nordwest ab 2013 zwei Jahre bei den A-Junioren des Gemeinschaftsprojekts von VfB und VfL zur Seite. 2015/2016 unterstützte der Mittelfeld-Akteur als spielender Co-Trainer Ulf Kliche als Oberliga-Coach des VfL. Dort galt er als dessen designierter Nachfolger, entschied sich dann aber wieder für den SSV. Erst lehnte Riebau den Posten an der Alexanderstraße ab, dann auch Ehlers, der zu Regionalligist Rehden ging, dort rasch scheiterte und nun seit drei Spielen (zwei Remis, eine Niederlage) beim VfB an der Seitenlinie steht.

„Ich denke, er ist für diesen Job genau der richtige Trainer“, meint Riebau, der selbst in diesem Sommer erstmals offiziell in die Rolle des Cheftrainers (Rollentausch mit Thomas Schuhknecht, der gerade verletzungsbedingt von Kliche vertreten wird) geschlüpft ist. Es war der nächste kleine Schritt auf der Trainerkarriereleiter.

An diesem Sonntag will der 27-Jährige, der mit dem SSV schnell in der Regionalliga angekommen ist (acht Spiele, 13 Punkte, zuletzt drei Siege in Serie), seinen langjährigen Chef kräftig ärgern. Die Freundschaft liegt kurzzeitig auf Eis. „Logisch, dass wir beide ein sehr gutes Verhältnis zueinander pflegen“, sagt Riebau und fügt grinsend hinzu: „Vor dem Derby ist das natürlich nicht der Fall.“

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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