Fußball
Streit mit Vorstand: VfB-Fans boykottieren Heimspiele

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Klaus BersterBild:
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Oldenburg Und plötzlich herrschte Stille: Dass die Fans, die bei den Heimspielen des Fußball-Regionalligisten VfB Oldenburg in Block A des Marschwegstadions für die größte Stimmung sorgen, beim 0:3 am Sonntag gegen Werders U 23 in der Pause die Unterstützung einstellten, war kein einmaliger Vorgang. Mit Schweigen will sich die Anhängerschaft Gehör verschaffen, nachdem der Dialog mit der Vereinsspitze völlig zusammengebrochen sei.

„Dieses Schweigen wird andauern, bis der Vorstand wieder mit uns spricht“, heißt es in einer im Internet veröffentlichten Mitteilung der Fans. Auswärts werde die Mannschaft, gegen die sich diese Maßnahme „ausdrücklich nicht“ richte, weiter angefeuert, doch die Heimspiele sollen boykottiert werden.

Hintergrund sind Vertrauensbrüche und Unstimmigkeiten mit dem Aufsichtsrat und speziell dem neuen Vorstand um den Vorsitzenden Klaus Berster. Die Vereinsführung habe in den vergangenen Monaten gegen die drohende VfB-Pleite angekämpft, dafür „aber den Zorn von uns Fans“ entfacht.

Bei den Planungen für die schließlich vor einer Woche bei einer Delegiertenversammlung beschlossenen Ausgliederung des Regionalliga-Teams aus dem Gesamtverein in eine eigene GmbH fühlt sich die Anhängerschaft hintergangen, überrumpelt und nicht mitgenommen.

Statt den Viertligisten am 16. September nachmittags am Marschweg gegen Holstein Kiel II zum Sieg zu peitschen, wollen die Fans aus Block A vormittags bei „der neuen Zwoten“ gegen den FC Medya in der 2. Kreisklasse kräftig für Stimmung sorgen.

„Wir waren überzeugt, dass wir ausführlich informiert und alle Bedenken zerstreut haben“, erklärte Berster am Dienstag auf NWZ-Anfrage und will den Dialog unbedingt wieder aufnehmen. „Ich stehe Tag und Nacht zur Verfügung“, sagte der Vorstandsvorsitzende: „Der VfB braucht eine gute Fankultur.“

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