Oldenburg Einen kompletten Schlag ins Wasser haben die Regionalliga-Fußballer des VfB Oldenburg am Sonntag verhindert, aber das 1:1 (0:1) gegen die U 23 von Hannover 96 II war ein weiterer sportlicher Niederschlag. Der Chancenwucher, den die Gastgeber vor 1312 Zuschauern betrieben, während der Himmel die Schleusen fast durchgehend geöffnet hielt, war einfach nur zum Heulen.

„Im finalen Drittel haben wir die Effektivität vermissen lassen“, umschrieb VfB-Cheftrainer Alexander Kiene die fehlende Konsequenz auf dem trotz der ergiebigen Regenfälle gut bespielbaren Rasen. Die Oldenburger begannen stark, nutzten aber teils hochkarätige Chancen durch Kifuta Kiala Makangu (3. Minute), Enis Bytyqi (14., 24.), Ibrahim Temin (20.) und Pascal Steinwender (22.) nicht.

„Wir hätten das 1:0 erzielen müssen“, sagte Patrick Posipal, der für Kai Bastian Evers als Kapitän im defensiven Mittelfeld spielte. „Hannover kommt einmal vors Tor und geht mit einem Sonntagsschuss in Führung“, ergänzte er mit Blick auf die kalte Dusche, die der VfB bekam, als der große Regen pausierte.

In der 37. Minute nutzte Benjamin Hadzic die erste 96-Chance zum 1:0. Es sah aus, als wenn sich Keeper Dominik Kisiel beim bei diesen nassen Verhältnissen unangenehmen 25-Meter-Schuss verschätzt hätte. „Jeder Schuss ist haltbar“, meinte der VfB-Torwart.

Die Oldenburger ließen sich nicht schocken, zeigten aber weiter Schwächen in der Vollendung ihrer Angriffszüge. Zunächst spielte Temin bei einem Konter einen Pass auf Steinwender einen Hauch zu spät, so dass der Offensivkollege im Abseits stand und das folgende Tor von Bytyqi nicht zählte (37.). Kurz vor der Pause fehlte einem Querpass von Bytyqi auf Kifuta nach einem starken Steckpass von Temin die Genauigkeit (45.+1).

„Unsere Chancenverwertung war nicht optimal – wir haben den Gegner im Griff, machen aber nichts draus“, sagte Temin, der nach der Pause eine weitere Riesenmöglichkeit liegen ließ (53.), ehe Kifuta die Torflaute beendete. Bei einer Ecke machte er per Kopfball das 1:1 (60.). „Der Ausgleich war folgerichtig“, sagte Kiene, musste aber zuschauen, wie seine Elf den „Lucky Punch“ verpasste.

Kifuta (68., 76.), Dennis Rosin (87.) und Steinwender (88.) verpassten das 2:1, ehe Kisiel auf der anderen Seite gegen Sebastian Soto zumindest noch das magere Remis festhielt (89.). „Ich kann mit dem Punkt gut leben“, sagte 96-Coach Christoph Dabrowski. „Unser Problem ist das letzte Drittel“, erklärte er und ergänzte mit Blick auf Kiene: „Da kann Alex ja aber auch ein Lied von singen.“ Auf Singen im Regen hatte der VfB-Coach aber sicher gar keine Lust.

VfB Oldenburg: Kisiel - Startsev, Herbst, Kalinowski, Ndure - Matern, Posipal (72. Erdogan) - Steinwender, Bytyqi (79. Rosin), Temin (69. Richter) - Kifuta.

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Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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