Oldenburg Graues Mittelmaß statt triumphaler Vorstoß in das Spitzentrio: Die Regionalliga-Fußballer des VfB Oldenburg haben am Sonntagnachmittag gegen Weiche Flensburg einmal mehr ihr Potenzial angedeutet, die Reifeprüfung gegen das ambitionierte wie routinierte Team aus dem hohen Norden aber nicht bestanden. Das Team von Trainer Alexander Kiene verspielte vor 1359 Zuschauern im Marschwegstadion einen Halbzeitvorsprung und kassierte eine unnötige 1:2 (1:0)-Heimpleite.

„So eine Führung darf man nach der Pause nicht nach gefühlt zehn Sekunden einfach herschenken“, meinte Mittelfeldspieler Nico Matern zum Ausgleich von Torge Paetow, der nach etwas mehr als 40 Sekunden den Tiefschlaf der VfB-Abwehr bestrafte.

Die Tore Vom Spiel VfB Oldenburg - SC Weiche Flensburg 08

Damit machten sich die Gastgeber das Leben nach guter erster Hälfte selbst schwer. Der rechtzeitig fit gewordene Pascal Steinwender hatte zuvor mit einem starken Sololauf die ganze Abwehr des Meisters von 2018 ausgehebelt und Keeper Florian Kirschke mit einem Schuss ins kurze Eck keine Chance gelassen (14. Minute).

„Wir haben eine gute Spielanlage gezeigt und den Gegner zu Fehlern gezwungen“, meinte Kiene, dessen Team auch nach dem 1:0 die gefährlicheren Offensivszenen verbuchte, doch bei Kontern über Kifuta und Steinwender fehlte die letzte Konsequenz (34. , 40.). Auf der anderen Seite hatte Julian Stöhr die beste Chance, als VfB-Torwart Dominik Kisiel beim Schuss von der linken Strafraumgrenze noch rechtzeitig die Fäuste hochbekam (38.).

Nach dem 1:1 hätte Tim Wulff fast das 2:1 für die Flensburger nachgelegt (56.), ehe der VfB den Schock verdaute. „Wir haben uns wieder reingespielt“, meinte Matern. Erst setzte Ibrahim Temin einen Kopfball knapp am Tor vorbei (63.), dann entfachten die Gastgeber wieder richtig Feuer. Eine Doppelchance von Kifuta nach Flanken von Temin und Steinwender sowie eine sehr gute Möglichkeit des eingewechselten Efkan Erdogan brachten aber nicht die erneute Führung (68., 70.).

Das rächte sich in der 79. Minute. Die Defensive ließ sich einfach aushebeln, und Kevin Schulz überwand nach einem Chip-Zuspiel Kisiel ohne Mühe. „In den ersten 45 Minuten war in unserem Spiel viel Verunsicherung. Nachdem wir auf 4-3-3 umgestellt haben, sind wir ballsicherer geworden“, meinte Weiche-Coach Daniel Jurgeleit.

Außer einer Fast-Chance von Steinwender sprang in der Endphase für den VfB nichts mehr heraus (84.) – die unnötige zweite Saisonniederlage (beide zu Hause, 0:3 vor zwei Wochen gegen den VfL Wolfsburg II) war perfekt.

VfB Oldenburg: Kisiel - Volkmer (86. Dähnenkamp), Deichmann, Kalinowski, Ndure - Evers (82. Jankovic), Matern, Rosin (58. Erdogan) - Steinwender, Kifuta, Temin.

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Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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