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Trauer um Weltmeister von 1954
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Oldenburg Erst ein Fehlstart, dann mutmachende 90 Minuten, letztlich ein ernüchterndes Ende: Stephan Ehlers hat bei seiner Premiere als Trainer des Fußball-Regionalligisten VfB Oldenburg ein Wechselbad der Gefühle erlebt. Gegen Eintracht Norderstedt reichte es vor 1372 Zuschauern im Marschwegstadion nur zu einem 2:2 (1:1), weil der VfB mit der ersten und letzten Aktion der Partie jeweils ein Gegentor kassierte.

„Mit dem Spielverlauf bin ich zufrieden. Der Punkt für die Gäste kommt für uns unglücklich, aber wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen. Wer solche Chancen liegen lässt, muss sich hinterher nicht ärgern, dass es nicht zum Sieg reicht“, resümierte Ehlers.

Stimmen zum Spiel

Dirk Heyne (Eintracht-Trainer): Besser als so in Führung zu gehen, geht es eigentlich nicht. Aber danach haben wir das Spiel aus der Hand gegeben. In Halbzeit zwei haben wir bis zum Gegentor gut gestanden, danach aber kopflos weiter gespielt. Mit Glück haben wir das 1:3 verhindert.

Ahmet Saglam (VfB-Torschütze): Wir hatten uns unter dem neuen Trainer sehr gut vorbereitet. Es hat in der Mannschaft eine Steigerung gegeben.

Pascal Richter (VfB-Spieler): Ich denke, wir haben ein gutes Selbstbewusstsein an den Tag gelegt. In der zweiten Halbzeit haben wir gegen einen starken Gegner dominiert.

Der Nachfolger des freigestellten Dietmar Hirsch richtete seine Mannschaft offensiv aus und beorderte Daniel Franziskus in die Sturmspitze. Dahinter sollten Pascal Richter, Alexander Lüttmers und Ibrahim Temin Druck nach vorn machen.

Das Spiel war jedoch gerade 60 Sekunden alt, da lagen die Oldenburger mit 0:1 zurück. Die Abwehr hatte den Ball nicht unter Kontrolle bekommen und VfB-Torwart Hrvoje Bukowski einen Distanzschuss nur abgeklatscht. Norderstedts Linus Meyer drückte zur Führung ein.

Der VfB zeigte sich nicht geschockt und erspielte sich Chancen. Der Angriffsmut wurde in der 13. Minute nach einer Ecke belohnt. Im Gewühl bekamen Ibo Temin und Laurel Aug den Ball nicht im Tor unter. Dafür fasste sich Ahmet Saglam ein Herz und traf ins lange Eck zum 1:1.

Danach entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Norderstedt überraschte mit offensivem Spiel, der VfB hielt dagegen. Auf beiden Seiten häuften sich die Torchancen.

In den zweiten 45 Minuten bestimmte der VfB überwiegend das Spiel. Henri Aalto (52.) und Ibo Temin (55.) verpassten jedoch die Führung. Das machte in der 61. Minute erneut der starke Saglam besser. Einen Freistoß von Daniel Franziskus verlängerte er geschickt mit dem Kopf zum 2:1.

„Danach lag es an uns, die Tore drei und vier zu erzielen“, haderte Ehlers später mit den vergebenen Chancen. „Aber da kann man nur eine alte Fußballweisheit nehmen: Wer seine Chancen nicht nutzt, wird meistens bestraft.“

Mit der Führung und neuem Selbstbewusstsein im Rücken bot der VfB kämpferisch eine gute Leistung. Norderstedt, noch ungeschlagen, blieb aber gefährlich. Bukowski im Tor mit zwei Paraden (65., 79.) verhinderte zunächst den Ausgleich. Der VfB war dem dritten Tor ebenfalls nahe. Einen Kopfball von Henri Aalto klärte Deran Toksöz in der 69. Minute gerade noch von der Linie. Der für Lüttmers eingewechselte Lavdrim Ebipi traf ein paar Minuten später nur das Außennetz (78.). Und Pascal Richter hätte fünf Minuten später alles klar machen können. Alleine vor Gäste-Torwart Johannes Höcker schob er dem Keeper den Ball in die Beine. „Ich wollte ihn tunneln“, ärgerte sich Richter. Die Strafe folgte in der Nachspielzeit: Sinisa Veselinov drückte in der 92. Minute einen Eckball zum 2:2 ein.

„Wir wollten die Zuschauer mitnehmen, und das ist uns gelungen, denke ich. In der Spielanlage haben wir uns verbessert“, war Ehlers dennoch nicht unzufrieden.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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