Oldenburg Ein Winter-Zugang sorgte für Ordnung, ein Sturm-Duo für die Erlösung: Angeführt von Mirko Schuster hat Fußball-Regionalligist VfB Oldenburg am Sonntag einen Jahresstart nach Maß hingelegt. Beim 3:1 (1:1) gegen den BSV Rehden hielt der Abwehrspieler die Gastgeber mit Worten und Taten auf Kurs, ehe die Offensivabteilung in der Endphase für den Sieg sorgte.

„Wir haben bis zur letzten Minute gekämpft – das hat schließlich auch den Sieg gebracht“, sagte Trainer Alexander Kiene. „Wir haben es uns zu Beginn des Spiels viel zu schwer gemacht, aber nie aufgegeben“, sagte Schuster, der vor 812 Zuschauern, die trotz des Regenwetters ins Marschwegstadion gekommen waren, ein starkes Debüt gefeiert hatte.

Mit Kai Bastian Evers und Kevin Kalinowski bildete der 25-Jährige eine Dreierkette, die die engagiert gestarteten Gäste mit drei Spitzen um Ex-VfB-Stürmer Addy-Waku Menga gut in Schach hielt.

In der 24. Minute hatte der ebenfalls sehr starke Enis Bytyqi nach einem langen Abschlag von Keeper Dominik Kisiel die erste gute Chance. Wenig später hätte auch der an diesem Tag glücklose Sturmkollege Kifuta das 1:0 machen können (27. Minute).

Kurz darauf fiel erst Ibrahim Temin und dann das erste Tor für den VfB. Keeper Josip Galic rammte den Antreiber auf dem nassen Geläuf im Strafraum um, sah dafür Gelb und beim Elfmeter von Schuster keine Sonne (31.). Wenig später parierte Kisiel stark einen Schuss der Gäste, sah bei der folgenden Ecke und dem 1:1 von Jakob Lewald aber nicht so glücklich aus (36.).

Zehn Minuten nach der Pause ging Rehdens Tomislav Ivicic im Duell mit Patrick Posipal etwas spät wie grob zu Werke und sah dafür die Rote Karte, ehe in Überzahl Kifuta, Temin und der ebenfalls im Winter verpflichtete Justin Plautz die erneute VfB-Führung verpassten (58.).

Als die Schlussviertelstunde begann bewahrte Schuster, der 2018/2019 in seiner Heimat für Waldhof Mannheim in der Regionalliga Südwest aktiv und seit Sommer vereins­los gewesen war, den VfB zweimal vor einem Rückstand. Erst lief er den auf der anderen Seite durchgestoßenen Quentin Fouley gerade noch ab, dann fälschte er einen Schuss des Franzosen in höchster Not zur Ecke ab (77.). Die Reaktion des Innenverteidigers auf die vorherigen Patzer der Kollegen fiel nicht leise aus.

Das stete Antreiben des Winter-Zugangs half. In der Endphase erlöste der eingewechselte Maik Lukowicz die Oldenburger mit dem 2:1 (89.), ehe Bytyqi in der Nachspielzeit mit dem 3:1 alles klarmachte (90.+2). „Wir sind immer dran geblieben“, meinte Lukowicz. „Bei den beiden Gegentoren haben wir die Schnelligkeit der VfB-Stürmer unterschätzt“, meinte Menga.

VfB Oldenburg: Kisiel - Schuster, Evers, Kalinowski - Startsev (72. Richter), Ndure, Posipal, Temin Plautz (60. Steinwender) - Kifuta (80. Lukowicz), Bytyqi.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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