Norwich Ein Punkt fehlt noch, damit die Party an der Carrow Road steigen kann. Am Samstag will Norwich City den Aufstieg in die Premier League perfekt machen. Es wäre die nächste Sensation in der zweitklassigen Championship nach dem Aufstieg von Huddersfield Town vor zwei Jahren. Der deutsche Fußballtrainer Daniel Farke, der vorher den SV Lippstadt und Borussia Dortmund II betreute, ist der Architekt des Erfolgs. „Das passiert nicht auf Knopfdruck“, betonte der 42-jährige Farke am Montag nach dem 2:2 bei Stoke City. „Man muss es auf die harte Tour schaffen, und so machen wir das gerade.“

Mit einem Sieg wäre Norwich schon aufgestiegen gewesen. „Wir hatten natürlich gehofft, dass wir uns das Leben mit einem Sieg einfacher machen“, räumte Farke auf der Vereinswebsite von Norwich City ein: „Aber Erfolg kommt nie von selbst, erst recht nicht, wenn man im Flaggschiff der Nation spielen will, der Premier League.“

Vor knapp zwei Jahren hatte Farke, der einst beim SV Wilhelmshaven (2003 bis 2005) und SV Meppen (2006 bis 2007) spielte, den Zweitligisten übernommen. Nach fünf Spielen belegte sein Team einen Abstiegsplatz, doch den „Canaries“ (Kanarienvögeln) gelang die Wende. Am Saisonende stand Norwich auf Platz 14. „Auch in der letzten Saison hatte ich das Gefühl, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Farke der „Daily Mail“. „In den Statistiken, die uns wichtig sind, waren wir Dritter oder Vierter: Ballbesitz, Passspiel, Torchancen. Unser größtes Problem war Zielgenauigkeit.“

Dafür, dass es jetzt mit dem Toreschießen klappt, sorgt Teemu Pukki. Der frühere Schalker trägt seit dem Sommer das grün-gelbe Trikot und führt die Torjägerliste der Championship mit 28 Toren an. Daneben stehen die früheren Bundesliga-Akteure Tom Trybull, Mario Vrancic und Moritz Leitner im Kader.

Die jüngere Norwich-Geschichte erinnert an Huddersfield Town, das 2017 unter dem deutschen Trainer David Wagner mit mehreren deutschen Profis den Aufstieg schaffte. Dass es bei den Canaries ähnlich läuft, ist nicht unbedingt Zufall: Sportdirektor Stuart Webber war vorher in Huddersfield und holte Wagner, der zuvor Coach von Borussia Dortmund II war. Wagners Nachfolger in Dortmund wurde Farke, den Webber später auf die Insel lotste.

In der kommenden Saison wird Farke in der Premier League auf einen weiteren deutschen Coach und Ex-BVB-Mitarbeiter treffen: Jürgen Klopp vom FC Liverpool. „Ich weiß, dass Jürgen uns die Daumen drückt, weil wir so viele Spieler haben, mit denen er zu tun hatte“, erzählte Farke der Zeitung „Eastern Daily Press“: „Er hat mal erwähnt, dass er fast immer zuerst aufs Norwich-Ergebnis schaut.“

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