MüNCHEN Wieder nichts zu holen gab es für die EWE Baskets Oldenburg am Sonnabend auf fremden Parkett. Bei Bayern München setzte es die sechste Niederlage im neunten Auswärtsspiel der Basketball-Bundesliga. Und die fiel mit 71:102 (37:52) derart deftig aus wie keine andere der Saison. Damit ging auch der in der Abschlusstabelle möglicherweise entscheidende direkte Vergleich an München. Das Hinspiel hatten die Baskets mit 88:81 für sich entschieden.

Von der ersten Minute an standen die Gäste in München auf verlorenem Posten. Sie wirkten beeindruckt und regelrecht gehemmt durch das Ambiente im mit 6700 Zuschauern ausverkauften Audi Dome und der Fußball-Prominenz wie Uli Hoeneß, Jupp Heynckes, Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller direkt am Spielfeldrand. Den zuletzt kriselnden Gastgebern verlieh das Überraschungs-Comeback ihres Topscorers Je’Kel Foster einen mentalen Schub. Zwei Wochen früher als geplant kehrte der lange verletzte US-Amerikaner gegen seinen Ex-Club ins Team zurück.

Die Oldenburger wussten den Angriffselan der Bayern nur durch Fouls zu stoppen. Bereits nach zwei Minuten hatten sie fünf Fouls auf dem Konto, darunter ein absichtliches von Bobby Brown gegen seinen Gegenspieler Steffen Hamann. Die Gastgeber ließen sich ihre Chancen von der Freiwurflinie nicht entgehen und hatten beim Stand von 11:3 bereits neun Punkte von der Linie erzielt (3. Minute). So ging es weiter: Trainer Predrag Krunic kassierte wegen seiner Ungehaltenheit ein technisches Foul, Center Adam Chubb beim Stand von 19:8 (5. Minute) sein drittes und wurde von Krunic vom Feld genommen. Erst in der 25. Minute kam der Center zurück – da war die Partie jedoch längst entschieden.

Brown abschirmt

Auch in der Offensive lief bei den Baskets so gut wie nichts zusammen. Spielmacher Brown wurde, abwechselnd bewacht von Hamann und Greene, komplett aus dem Spiel genommen und passte sich der Verlegenheit seiner Nebenleute an. Ricky Paulding war quasi nicht vorhanden, Chubb nicht mehr auf dem Feld und Robin Smeulders im Nahkampf mit den Münchner Star-Centern Chevon Troutman und Jared Homan überfordert. Einzig Ronnie Burrell, mit 13 Punkten Topscorer der Gäste, wusste dagegenzuhalten.

Die Münchner nutzten die zahlreichen Oldenburger Unzulänglichkeiten und setzten sich Punkt um Punkt ab. Bereits nach fünf Minuten hatte Bayern-Trainer Dirk Bauermann seine zweite Fünf eingewechselt. Nach dem ersten Viertel führten die Münchner 27:16, zur Pause bestand angesichts einer 51:37-Führung und der desolaten Oldenburger Verfassung kaum noch ein Zweifel am Sieg.

Nie im Spiel gewesen

Auch nach Seitenwechsel fanden die Baskets zu keinem Zeitpunkt ins Spiel. Drei Spieler (Chubb, Burrell, Paulding) schieden mit fünf Fouls aus. Am Ende war es nur noch die Frage, ob die Münchner die 100 Punkte voll machen würden. Dass dies 14 Sekunden vor Schluss mit Jonathan Wallace ausgerechnet ein Ex-Oldenburger mit einem Drei-Punkte-Wurf schaffte, passte ins Bild dieses rabenschwarzen Abends der Baskets, die an diesem Dienstag in der Eurochallenge bei Roanne Basket (Frankreich) antreten.

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